Gaulands Nachfolger droht der Knast

Bereits 2016 stand der AfD-Politiker wegen Volksverhetzung vor Gericht.
Bereits 2016 stand der AfD-Politiker wegen Volksverhetzung vor Gericht.  © DPA

Potsdam - Mit dem Ergebnis der Bundestagswahl wird Alexander Gauland als AfD-Abgeordneter in den Bundestag ziehen. Sein Nachfolger im Brandenburger Landtag wird kein Geringerer als Jan-Ulrich Weiß sein.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, wird dem 42-Jährigen jetzt Zigaretten-Schmuggel im ganz großen Stil vorgeworfen. Ein Laster mit Millionen unverzollten Zigaretten soll demnach im englischen Fährhafen Ramsgate entdeckt worden sein.

Der Fahrer nannte damals als Auftraggeber Jan-Ulrich Weiß, der damals alles abstritt. Die Staatsanwaltschaft soll jedoch Beweise für seine Tat gefunden haben und klagte den 42-Jährigen wegen Steuerhinterziehung "im besonders schweren Fall" an.

Bis zu zehn Jahre Haft könnte eine Verurteilung für Weiß bedeuten. Doch der spaziert im September weiterhin in den Potsdamer Landtag. "Für uns gilt die Unschuldsvermutung", so Parteichef Andreas Kalbitz, der erst kürzlich mit einem frisierten Lebenslauf Schlagzeilen machte (TAG24 berichtete). "Wir warten die Gerichtsverhandlung ab."

Das Prozedere kennt Jan-Ulrich Weiß bereits. Im Herbst 2014 wurde der 2-Meter-Mann von Alexander Gauland aus dem AfD-Landtagsbüro geworfen, wegen "antisemitischer Hetze in schlimmster 'Stürmer'-Manier".

Zu viel für Gauland, der versuchte den 42-Jährige von der Partei auszuschließen, doch vergeblich. Auch vor Gericht kam Weiß davon. Bleibt abzuwarten, wie das Urteil in dem neusten Fall ausfallen wird.

Fraktionschef Alexander Gauland versuchte schon 2014  Weiß wegen "antisimitischer Hetze" auf der AfD auszuschließen.
Fraktionschef Alexander Gauland versuchte schon 2014 Weiß wegen "antisimitischer Hetze" auf der AfD auszuschließen.  © DPA (Bildmontage)

Titelfoto: DPA (Bildmontage)


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