"Trauriger Rekord": Zahl von Rechtsextremisten in Brandenburg noch nie so hoch!

Potsdam - Der Rechtsextremismus ist in Brandenburg auf dem Vormarsch: Der Verfassungsschutz zählte im vergangenen Jahr mit 1.675 Menschen den bisher höchsten Stand an rechtsextremistischen Anhängern.

Brandenburgs Innenminister, Karl-Heinz Schröter (SPD), stellte auf einer Pressekonferenz den "Verfassungsschutzbericht Brandenburg 2017" vor.
Brandenburgs Innenminister, Karl-Heinz Schröter (SPD), stellte auf einer Pressekonferenz den "Verfassungsschutzbericht Brandenburg 2017" vor.  © DPA

Das waren 135 mehr als 2017, sagte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Mittwoch in Potsdam bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2018. Die Zahl sei im fünften Jahr in Folge gestiegen.

Der Minister sprach von einem "traurigen Rekord".

Fast drei Viertel aller bekannten Rechtsextremisten gelten laut Schröter als gewaltbereit.

Er zeigte sich besorgt, dass in Südbrandenburg rechtsextremistische Bestrebungen immer stärker würden. Die Szene verdichte und verzahne sich dort immer mehr.

Im Jahr 2017 war die Zahl registrierter Rechtsextremisten auf 1.540 gestiegen, das war der zweithöchste Stand seit 1993. Die Zahl der Islamisten war stark gestiegen - auf 130. Bei Linksextremisten verzeichnete der Verfassungsschutz 2017 einen geringen Anstieg auf 520.

Der Landtag hatte in der vergangenen Woche ein neues Verfassungsschutzgesetz beschlossen, das der Behörde mehr Befugnisse gibt, aber auch die Kontrolle durch den Landtag verstärkt.

Der Verfassungsschutz zählte im vergangenen Jahr mit 1.675 Menschen den bisher höchsten Stand an rechtsextremistischen Anhängern.
Der Verfassungsschutz zählte im vergangenen Jahr mit 1.675 Menschen den bisher höchsten Stand an rechtsextremistischen Anhängern.  © DPA

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema Polizeimeldungen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0