Brandenburg zeigt klare Kante: Messer haben in der Öffentlichkeit nichts zu suchen

Berlin/Potsdam - Was haben Messer Bahnhöfen, Schulen oder im Einkaufszentrum zu suchen? Nichts, findet auch das Land Brandenburg und will ein Zeichen setzen. Es will sich der Forderung nach messerfreien Zonen an belebten Plätzen anschließen.

Ein Polizist steht vor einem Einkaufszentrum. (Symbolbild)
Ein Polizist steht vor einem Einkaufszentrum. (Symbolbild)  © DPA

Brandenburg will demnach eine Initiative der Länder Niedersachsen und Bremen für eine Ausweisung von messerfreien Zonen an gefährdeten Orten unterstützen.

Sein Haus habe für die Sitzung im Bundesrat am kommenden Freitag Zustimmung signalisiert, sagte Innenminister Karl-Heinz Schröter (64, SPD) am Mittwoch im Landtag auf eine Frage des CDU-Landtagsabgeordneten Björn Lakenmacher (44).

Danach soll an belebten Orten wie Fußgängerzonen, Einkaufszentren und Bahnhöfen oder im Umfeld von Schulen und Kindergärten das Mitführen von Messern verboten werden können.

Dies sei bislang nur möglich, wenn es bereits entsprechende Straftaten gegeben habe, erläuterte Schröter. Künftig solle das Messer-Verbot als Vorsorgemaßnahme möglich sein und das Sicherheitsgefühl der Bürger verbessern.

Die Zahl der Straftaten, bei denen Täter Messer einsetzten, sei in Brandenburg von 263 Fällen im Jahr 2014 auf 387 Fälle im vergangenen Jahr gestiegen.

 Ein Polizeiauto steht am 16.12.2017 vor dem Einkaufscenter am Landgrabenpark in Schwedt (Brandenburg).
Ein Polizeiauto steht am 16.12.2017 vor dem Einkaufscenter am Landgrabenpark in Schwedt (Brandenburg).  ©  Stefan Csevi/dpa-Zentralbild/dpa

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