Nach Feuer im ICE: Strecke bleibt länger gesperrt!

Dierdorf – Lodernde Flammen und mehr als 500 gestrandete Fahrgäste auf freier Strecke: Der Brand im ICE511 auf der Schnellstrecke zwischen Köln und Frankfurt ist aber vergleichsweise glimpflich ausgegangen. Die Brandursache steht nun fest.

510 Passagiere waren an Bord des Zuges.
510 Passagiere waren an Bord des Zuges.  © DPA

Ein technischer Defekt ist die Ursache für den Brand gewesen. Das teilten Bundespolizei und Deutsche Bahn am Samstag mit. Wie es genau zu dem Brand kam, müssten aber noch weitere Untersuchungen klären.

Eine Einwirkung von außen wurde ausgeschlossen. Der Südwestrundfunk (SWR) berichtete, der Defekt sei an einem Trafo gewesen. Dazu äußerten sich Bundespolizei und Bahn zunächst nicht.

Das Feuer war am Freitagmorgen in dem ICE ausgebrochen, 510 Passagiere wurden aus dem stehenden Zug gebracht. Fünf Menschen wurden leicht verletzt. (TAG24 berichtete)

Die Strecke sollte noch am gesamten Wochenende gesperrt bleiben.

ICE-Strecke zwischen Köln und Frankfurt muss repariert werden

Der ausgebrannte Waggon des ICEs.
Der ausgebrannte Waggon des ICEs.

Auf der Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main laufen die Aufräumarbeiten, wie die Bahn am Samstag mitteilte.

Der unbeschädigte Teil des ausgebrannten ICE wurde weggefahren.

Ein Kran und ein Gerätewagen standen zum Abtransport bereit. Dafür musste die Oberleitung abgebaut werden.

Laut Bahn sollen Spezialisten des Unternehmens im Anschluss die Schäden an Gleisen, Oberleitung und Signaltechnik begutachten.

Die Züge werden zwischen Köln und Frankfurt über Koblenz und Mainz umgeleitet und fahren deshalb bis zu 80 Minuten länger.

Die Halte in Siegburg/Bonn, Montabaur und Limburg Süd entfallen.

Update, 20.04: ICE-Strecke bleibt länger gesperrt

Die Schnellstrecke Köln-Rhein/Main bleibt voraussichtlich bis Ende kommender Woche gesperrt, wie die Bahn am Samstagabend mitteilte. Dies sei das Ergebnis von Analysen von Fachleuten.

Die Fernzüge zwischen Köln, Montabaur und Frankfurt Flughafen werden umgeleitet. Die Bahn richtete Ersatz-Halte in Bonn Hauptbahnhof oder Bonn-Beuel ein.

Die Sperrung kann zu Verspätungen von bis zu eineinhalb Stunden führen. Manche Züge aus Dortmund endeten in Köln, manche aus Mannheim in Frankfurt. Die Deutsche Bahn empfahl, ICE-Sonderzüge zwischen Frankfurt Flughafen, Limburg-Süd und Montabaur zu nutzen.

Titelfoto: DPA

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