Lange Familientradition: Brasilianischer Kaffeeröster weiß wie's geht

Penig - Ein Brasilianer mit ur-ur-ur-sächsischen Wurzeln hat aufgrund seiner Familiengeschichte Koffein im Blut. Und jetzt bringt er uns Kaffee-Sachsen bei, wie das Scheelchen Heeßer noch besser schmecken kann. João Eduardo Hermisdorff (34) betreibt in Penig eine exklusive Rösterei und ein Café.

Röstfrische Bohnen geben doch das beste Aroma. Davon ist nicht nur Joao Hermisdorff überzeugt.
Röstfrische Bohnen geben doch das beste Aroma. Davon ist nicht nur Joao Hermisdorff überzeugt.

Es war im Jahre 1817, dass ein gewisser Wilhelm Eduard Hermsdorf das beschauliche Penig in Richtung Brasilien verließ. Einer seiner Söhne gründete dort eine Kaffeeplantage, die noch immer in Familienbesitz ist. Genau 200 Jahre später kehrte João in die Heimat seines Ur-Ur-Ur-Großvaters zurück.

Und er weiß wirklich alles, was mit dem Lieblingsgetränk der Sachsen zu tun hat: von der Aufzucht, der schonenden Ernte bis zur meisterlichen Röstung. "Bei uns wird jeder Handgriff von einem Familienmitglied ausgeführt." Ohne Zwischenhändler kommen die Bohnen nach Penig - mehr Fair-Trade geht nicht.

Das Café "Vila Hermes" besteht nunmehr seit einem Jahr und hat sich im Städtchen etabliert. Besonders beliebt sind die Samba-Abende mit südamerikanischer Lebensfreude.

Wichtigstes Standbein soll aber das Geschäft mit dem gerösteten Kaffee werden.

Den Kaffee des "sächsischen Brasilianers" kann man auch für daheim kaufen.
Den Kaffee des "sächsischen Brasilianers" kann man auch für daheim kaufen.  © Uwe Meinhold

João Hermisdorff: "Das ist alles exquisite Handarbeit, da kann ich mit den Supermarkt-Preisen natürlich nicht mithalten." Doch es gibt immer mehr Genießer, denen die sechs Euro für das halbe Pfund im Online-Shop wert ist.

Inzwischen verkaufen auch kleine Geschäfte in Mittelsachsen die Peniger Röstung. Nun hofft João, auch Partner in Dresden oder Leipzig zu finden. Info: vila-hermes.de

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