Hinterhalt im Knast: In seinem Kopf steckt eine Machete

Itamaracá Island (Brasilien) - Es sind Bilder, die einem einen Schauer über den Rücken jagen. Ein Brasilianer läuft in ein Krankenhaus, auf dem Kopf ist ein Hut zu erkennen - und eine Machete, die seinen Schädel durchbohrt hat.

Unglaublich: Pedro Ferreira erlitt keine bleibenden Schäden.
Unglaublich: Pedro Ferreira erlitt keine bleibenden Schäden.  © Screenshot/YouTube

Der junge Mann nimmt auf einem der Betten Platz, spricht mit den Ärzten. Begleitet wird er von Polizisten eines Hochsicherheitsgefängnisses. Er ist bei Bewusstsein und beantwortet munter die Fragen von Ärzten und Beamten.

Was nach einer unglaublichen Geschichte klingt, hat sich im Restoration Hospital im brasilianischen Recife zugetragen. Dies berichtet TheSun. Bei dem Mann handelt es sich um Pedro Ferreira, einen verurteilten Verbrecher.

Ferreira war zuvor im Professor Barreto Campelo Gefängnis in eine Falle gelockt worden. Hintergrund der Attacke war ein Streit im vergangenen Monat mit einem anderen Insassen, dem 27-jährigen Antonio da Silva.

"Mir wurde von einem anderen Häftling gesagt, dass ich zu Antonios Zelle gehen soll", erklärte das Opfer des Hinterhalts den anwesenden Polizisten. "Als ich dort ankam, wurde mir die Machete in den Kopf gerammt." Zu den genauen Umständen wollte sich Ferreira dann aber lieber nicht äußern.

Insgesamt fünf Stunden operierten die Ärzte den 34-Jährigen, der den schwierigen Eingriff ohne Probleme überstand. Komplikationen gab es keine, weder während der Operation noch danach. Auch Folgeschäden wird Ferreira, der seit dem Jahr 2004 hinter Gittern sitzt, laut den behandelnden Spezialisten wie durch ein Wunder nicht davon tragen.

Da seine Genesung in der Zeit nach der OP zudem extrem gute Fortschritte gemacht hat, befindet sich der wegen eines bewaffneten Raubüberfalls verurteilte Brasilianer inzwischen bereits wieder in seiner Gefängniszelle.

Titelfoto: Screenshot/YouTube