Nach Gefühls-Achterbahn für Jesus: Gastgeber Brasilien gewinnt Copa America

Rio de Janeiro - Beim Turnier im eigenen Land hat die brasilianische Fußball-Nationalmannschaft mit einem 3:1 Sieg über Peru erstmals seit 2007 wieder den Copa América gewonnen.

Diese Freude währte nicht allzu lange. Ex-Bundesligakicker Paolo Guerrero bejubelt seinen dritten Turniertreffer zum zwischenzeitlichen 1:1.
Diese Freude währte nicht allzu lange. Ex-Bundesligakicker Paolo Guerrero bejubelt seinen dritten Turniertreffer zum zwischenzeitlichen 1:1.  © Victor R. Caivano/AP/dpa

Die Seleção setzte sich in der Nacht von Sonntag auf Montag in einem sehr ansehnlichen Finale gegen die peruanische Auswahl, rund um den inzwischen 35-jährigen Ex-Bundesliga-Akteur (FC Bayern, Hamburger SV) Paolo Guerrero, mit 3:1 durch.

Im Maracanã-Stadion, in dem die DFB-Elf 2014 ihren WM-Triumph feierte, erlebte Gabriel Jesus die wohl größte mentale Achterbahnfahrt des Abends:

Der 22-Jährige von Pep-Klub Manchester City bereitet zunächst das 1:0 durch Everton herausragend vor. Er naschte nach einem langen Ball von Dani Alves zunächst zwei Gegenspieler und flankte dann punktgenau auf den 23-jährigen Offensivmann von Gremio Porte Allegre.

Nachdem Paolo Guerrero in der 44. Minute via Foulelfmeter ausglich, stellte Jesus noch vor der Pause den alten ein-Tore-Abstand wieder her (45.+3) Vorausgegangen war ein Ausrutscher von Carlos Zambrano.

Jesus fliegt und weint

Nahcdem ihn Schiedsrichter Tobar des Feldes verweist, kämpft Gabriel Jesus mit den Tränen
Nahcdem ihn Schiedsrichter Tobar des Feldes verweist, kämpft Gabriel Jesus mit den Tränen  © Natacha Pisarenko/AP/dpa

In einer packenden zweiten Hälfte flog Gabriel Jesus dann jedoch nach einem Luftkampf mit dem Ex-Bundesliga-Legionär Zambrano mit Gelb-Rot vom Platz (70.).

Eine äußerst harte Entscheidung, die den bisherigen Mann des Spiels so sehr traf, dass er unter Tränen und fluchend das Feld verließ.

In der Folge hatte die Seleção ihre Mühen die leidenschaftlich aufspielenden Peruaner vom eigenen Sechzehner fernzuhalten - jedoch mit Erfolg.

Clever spielten die dezimierten Gastgeber die Uhr herunter und nahmen das nächste Zambrano-Geschenk an. In der 90. Minute schubste dieser Everton ungestüm im Strafraum - Elfmeter. Ein gebrauchter Tag für den peruanischen Defensivmann der unter anderem für Eintracht Frankfurt und dem FC Schalke 04 in der Bundesliga auflief.

Den fälligen Strafstoß verwandelte der eingewechselte Richarlison souverän zum endgültigen Final-K.O. für Peru.

Ohne Superstar Neymar holt Brasilien somit zum neunten Mal den Titel in der Südamerika-Meisterschaft und rehabilitiert sich nun endgültig für die 7:1 Schmach gegen die deutsche Nationalmannschaft bei der WM 2014 im eigenen Land.

Kapitän Dani Alves reckt die Trophäe in den Nachthimmel von Rio.
Kapitän Dani Alves reckt die Trophäe in den Nachthimmel von Rio.  © Andre Penner/AP/dpa

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