Stadtrat stimmt zu: Bratwurstmuseum darf auf Gelände von KZ-Außenlager ziehen

Mühlhausen - Das Deutsche Bratwurstmuseum darf im nächsten Jahr auf dem alten KZ-Gelände in Mühlhausen sein neues Zuhause finden.

In dem Museum kann man alles rund um die Wurst erfahren.
In dem Museum kann man alles rund um die Wurst erfahren.  © DPA

Das habe der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstagabend mit einer großen Mehrheit beschlossen, so die Stadt. Somit wurde der Flächennutzungsplan für den Standort am Wald geändert. Der Bebauungsplan muss in einer weiteren Sitzung noch angepasst werden.

Einen Wunsch haben die Abgeordneten dann aber doch noch mit ihrer Entscheidung verbunden: An dem Ort soll nicht nur eine Erlebniswelt rund um die Bratwurst entstehen, sondern auch eine Gedenkstätte an die KZ-Nutzung der Gebäude.

Der Plan, dass Museum an den Ort zu verlegen, an dem hunderte jüdische Frauen in einem Außenlager des KZ Buchenwald Rüstungen für die Nazis hatten bauen müssen und Hunger litten, war besonders in Buchenwald auf Protest gestoßen.

Der stellvertretende Leiter der Gedenkstätte hatte eine Erinnerung an die frühere Nutzung der Gebäude gefordert, sein Wunsch wurde somit erhört.

Der neue Investor möchte bis zu vier Millionen Euro in das Gelände stecken und unter anderem ein Hotel und ein Theater bauen lassen. Somit soll es noch mehr Attraktionen rund um das Thüringer Leibgericht geben und es ist mehr Platz für die bisher 50.000 Besucher während der Saison von April bis Mai.

Titelfoto: DPA

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