Bratwurst-Rebellin von der A9 kämpft um ihren Imbiss

Raststättenbetreiberin Christina Wagner beim Bratwurstverkauf über den Zaun.
Raststättenbetreiberin Christina Wagner beim Bratwurstverkauf über den Zaun.

Erfurt/Rodaborn - Im Rechtsstreit um einen Imbiss an der Autobahn A9 hofft die in erster Instanz unterlegene Betreiberin nun auf das Oberverwaltungsgericht.

Wie der MDR Thüringen berichtet, hat Christina Wagner gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gera von Anfang Mai Berufung eingelegt.

Das Gericht hatte entschieden, dass die Raststättenbetreiberin ohne Konzession oder Sondergnehmigung nicht weiter Bratwürste und Getränke über einen Zaun hinweg zu einem Parkplatz verkaufen dürfe.

Besagter Zaun trennt den Autobahn-Parkplatz vom historischen Rasthaus Rodaborn. Der Konflikt um den inkonventionellen Bratwurst-Verkauf beschäftigt die Behörden bereits seit einigen Jahren.

2004 erlosch die Konsession für die Raststätte südlich vom Hermsdorfer Kreuz, die Klägerin hatte das Rasthaus 2009 gekauft und ein Jahr später mit dem Verkauf von Speisen und Getränken über den zwei Meter hohen Zaun hinweg begonnen.

Da das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, geht der Imbissverkauf im Moment weiter. Wagner sagte dem MDR: "Die Sache geht auf alle Fälle weiter". Das Urteil wolle sie nicht auf sich sitzen lassen.

Nun muss das Oberverwaltungsgericht in Weimar entscheiden, ob es die Berufung zulässt.

Foto: dpa/Andreas Hummel


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