Stadtrat beschließt endlich neuen Standort für Bratwurstmuseum

Mühlhausen - Lange hat es gedauert, aber nun ist es soweit: Im Streit um einen Standort für das Thüringer Bratwurstmuseum ist eine neue Lösung gefunden.

Das Bratwurstmuseum soll nun nach Mühlhausen umziehen.
Das Bratwurstmuseum soll nun nach Mühlhausen umziehen.  © DPA

Sie musste her, weil es heftige Debatten darüber gegeben hatte, dass das Museum auf das Gelände eines ehemaligen KZ-Außenlagers umziehen sollte.

Jetzt hat der Stadtrat einen alternativen Standort beschlossen. Die Mitglieder stimmten am späten Donnerstagabend einer Änderung des Flächennutzungsplanes zu. Parallel wurde ein neuer Beschluss zur Bebauung gefasst. Die neue Fläche liegt nach Angaben der parteilosen Bürgermeisterin Beate Sill knapp südlich des ursprünglich geplanten Geländes am Rand des Stadtwaldes in Mühlhausen.

Ursprünglich war geplant, dass das neue Bratwurstmuseum auf einem ehemaligen Außenlager des KZ Buchenwalds gebaut wird. Als das Ende Januar öffentlich wurde, gab es Protest von so vielen Seiten, dass die Stadt, der Träger und der private Investor den Plan verwarfen - obwohl der Stadtrat schon zugestimmt hatte. Die entsprechenden Beschlüsse wurden am Donnerstag im Stadtrat aufgehoben.

"Wir werden uns auch mit dem Thema Aufarbeitung befassen", sagte Oberbürgermeister Johannes Bruns (SPD) am Donnerstag. Doch auch über eine Nachnutzung des ehemaligen Außenlagers werde man sprechen - denn grundsätzlich soll diese nicht ausgeschlossen sein.

Das "1. Deutsche Bratwurstmuseum" gibt es seit mehr als einem Jahrzehnt in Holzhausen bei Arnstadt. Es soll unter anderem wegen der hohen Besucherzahlen in ein größeres Gebäude umziehen. Laut dem Vorsitzenden habe man seit 2017 nach einem geeigneten neuen Standort gesucht.

Die Entscheidung sei auf Mühlhausen gefallen, weil das "das einzige Projekt war, bei dem über den Investor die Finanzierung und Unterstützung des Gesamtkonzeptes gesichert sind." Bruns rechnete am Donnerstag damit, dass im Mai oder Juni 2020 mit dem Bau begonnen werden könnte.

Titelfoto: DPA

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