Tausende Demonstranten gegen Braunkohle im Rheinland erwartet

Aachen - Bei Aktionstagen wollen in den nächsten Tagen Tausende Demonstranten im Rheinland für mehr Tempo beim Klimaschutz werben.

Auch "Fridays for Future" plant erst in Aachen eine Großkundgebung und dann einen Protestmarsch.
Auch "Fridays for Future" plant erst in Aachen eine Großkundgebung und dann einen Protestmarsch.

Klimaaktivisten, Umweltverbände, Bürgerinitiativen und die Protestbewegung Fridays For Future haben zu Protesten in Aachen und im Rheinischen Braunkohlerevier aufgerufen.

Am Tagebau Garzweiler wollen die Akteure beim Start der Aktionstage am Mittwoch (10 Uhr) über ihre Pläne informierten.

Die Aktionstage beginnen mit einem Protest-Camp des Bündnisses "Ende Gelände" im niederrheinischen Viersen.

Dort werden am Mittwoch die ersten Teilnehmer erwartet, bevor am Donnerstag über 40 Busse mit Aktivisten aus ganz Europa eintreffen sollen. Das Bündnis will bei den Aktionstagen einen Tagebau oder eine Kohle-Transportbahn blockieren.

Die Protestbewegung "Fridays For Future" erwartet zu ihrem ersten internationalen Streiktag an diesem Freitag (21.6.) in Aachen bis zu 20.000 Teilnehmer.

Umweltschützer kündigen Protest an

Die Polizei wird Tausende Beamte einsetzen.
Die Polizei wird Tausende Beamte einsetzen.  © DPA

Die Bewegung will am Samstag (22.6.) auch am Tagebau Garzweiler für ein vollständiges Ende der Kohleverstromung bis 2030 und ein Ende aller Subventionen für fossile Energieträger demonstrieren.

Der Hambacher Forst am Rande des Tagebaus ist zum Symbol des Widerstands von Umweltschützern gegen die Braunkohleverstromung geworden.

Der Energiekonzern RWE hat die Rodung des Waldgebietes im vergangenen Herbst nach einem Gerichtsurteil ausgesetzt.

Die Kohlekommission der Bundesregierung hat den Wunsch geäußert, dass der Wald erhalten bleibt, RWE will dies nun prüfen.

Am langen Fronleichnam-Wochenende wird ein Großprotest am Tagebau Hambach erwartet.
Am langen Fronleichnam-Wochenende wird ein Großprotest am Tagebau Hambach erwartet.  © DPA

Titelfoto: DPA

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