Mann isst rohen Schweinskopf vor Augen von Veganern

Brighton (England) - Er hat es wieder getan! Ein junger Mann mit langen blonden Haaren protestierte auf sehr rohe Art gegen die seiner Meinung nach schlechte vegane Lebensform.

Das Statement für Fleisch-Essen scheint einen ziemlich zähe Angelegenheit gewesen zu sein.
Das Statement für Fleisch-Essen scheint einen ziemlich zähe Angelegenheit gewesen zu sein.  © Screenshot Youtube.com

Als Plattform für seinen Protest wählt er ein Vegan-Food-Festival in Brighton and Hove (Südengland). Er kaufte sich einen rohen Schweinskopf, ging damit vor das Veranstaltungsgebäude des Festivals und begann dort, das tote Tier vor den Augen der veganen Besucher zu essen.

Dabei suchte er gezielt die Aufmerksamkeit und Konfrontation von Tierrechtsdemonstranten der Organisation "Direct Action Everywhere". Sie hielten Schilder wie "Fleisch ist Mord", "Es ist kein Essen, es ist Gewalt". Von dem Schweinskopfesser ließen sie sich dann allerdings nicht aus der Ruhe bringen.

Tim Bradford, Organisator und Manager des Vegan-Festivals erklärte, dass sie im Vorfeld von dem Protest gewusst hätten. Der Esser hätte sich mit 30 Mitstreitern für eine Gegendemonstration angemeldet. Gekommen seien dann drei Demonstranten. "Die Gruppe sah schon ein wenig traurig aus", erinnerte sich der Manager.

Weil sich durch die blutige Aktion Passanten, Besucher und auch viele Kinder gestört und schockiert fühlten, wurde die Polizei informiert. Die "Fleischfresser" seinen dann aber so schnell wieder verschwunden, wie sie aufgetaucht waren.

Eine derartige Aktion machte der Mann nicht das erste Mal. Bereits in der Vergangenheit war er mehrfach auf Veganer-Veranstaltungen aufgetaucht und hatte dort mit dem Verzehr von rohem Fleisch für Aufsehen gesorgt. Unter anderem hatte er im August 2018 in Amsterdam blutiges Fleisch auf einem Vegan-Food-Market gegessen (TAG24 berichtete).

Der Schuss ging offenbar nach hinten los. Besucher des veganen Festivals erklärten gegenüber dem Brighton and Hove Independent erzählten, seien sie bei einer der vorherigen "Protestaktionen" des Vegan-Hassers so angewidert gewesen, dass sie seitdem kein Fleisch mehr essen und vegan leben.

Dies habe man auch wieder bei der Schweinskopaktion bemerkt. Sie sei so verstörend und abstoßend gewesen, dass sie mehr Werbung für die vegane Lebensart und für den aktiven Tierschutz gemacht hätte, als für eine weitere Ausbeutung der Tiere, erklärte Bradford.

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