Nach Großbrand bei Flöha: Feuerwehrmann muss hinter Gitter

Raimondo V. (26, l.) wurde freigesprochen, Roberto V. (28, r.) wandert jetzt 
hinter Gitter.
Raimondo V. (26, l.) wurde freigesprochen, Roberto V. (28, r.) wandert jetzt hinter Gitter.  © Harry Härtel/Haertelpress

Breitenau/Chemnitz - Bis zum Schluss beteuerten die Feuerwehrmänner Roberto V. (28) und Raimondo V. (26) ihre Unschuld. Mittwoch fiel das Urteil im Prozess um den Großbrand von Breitenau (bei Flöha): Der Ältere muss zwei Jahre hinter Gitter. Sein Bruder wurde freigesprochen.

Fast zwei Stunden brauchten Richterin Karin Troxler (51) und ihre Schöffen, um das Urteil zu fällen. Raimondo V. stritt alles ab („Wir waren das nicht“).

Roberto V. beklagte, beim Verhör unter Druck gesetzt worden zu sein. Beim Brand war am 1. Dezember 2014 die Lagerhalle der Agrargenossenschaft abgefackelt. Schaden: 414.000 Euro. Die Ermittler kamen den Brüdern auf die Schliche, das Amtsgericht Freiberg verhängte Haftstrafen bis zu zwei Jahren.

Mittwoch die Berufung im Landgericht Chemnitz. Der dritte Anlauf - zwei Mal waren die Brüder nicht erschienen, bei einem Versuch fehlten wichtige Zeugen. Ob der Verteidiger von Roberto V. in Revision geht, ist unklar.

Zwei Tage lang mussten rund 100 Feuerwehrleute diesen Großbrand in Breitenau löschen.
Zwei Tage lang mussten rund 100 Feuerwehrleute diesen Großbrand in Breitenau löschen.  © Harry Härtel/Haertelpress

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