War er in Dresden? Autofahrer will Amri auf A13 gesehen haben

Der mutmaßliche Berlin-Attentäter Anis Amri soll sich im Internet über den Bau von Sprengsätzen informiert haben.
Der mutmaßliche Berlin-Attentäter Anis Amri soll sich im Internet über den Bau von Sprengsätzen informiert haben.  © DPA

Berlin - Der mögliche Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt, Anis Amri (24), ist immer noch nicht gefasst. Er soll sich im Internet über den Bau von Sprengsätzen informiert und direkten Kontakt zum IS gehabt haben.

Das berichtet die "New York Times" unter Berufung auf Aussagen nicht näher genannter amerikanischer Offizieller vom Mittwochabend.

Unklar blieb zunächst, auf welchen Zeitraum sich diese Angaben beziehen. Dem Bericht zufolge stand Amri mindestens einmal über den Messengerdienst Telegram in Kontakt zum IS.

Sein Name habe zudem auf der Flugverbots-Liste der USA gestanden. Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalamt halten den 24-jährigen Tunesier für dringend tatverdächtig und haben ihn zur öffentlichen Fahndung ausgeschrieben.

Auch am Donnerstagmorgen fehlt von dem mutmaßlichen Attentäter von Berlin jede Spur. Am Mittwochabend hat es nach Angaben der "Welt" in Berlin einen SEK-Einsatz gegeben, Beamte hätten Wohnungen gestürmt. Der Berliner Polizei dementierte den Einsatz. (TAG24 berichtete hier).

18.07 Uhr: Haftbefehl gegen Amri erlassen

Die Bundesanwaltschaft hat am Donnerstag Haftbefehl gegen den flüchtigen 24-jährigen Tunesier Anis Amri wegen des Lastwagen-Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt erlassen. Das teilte eine Sprecherin der Behörde am Abend in Karlsruhe mit.

16.25 Uhr: Amri auf der A13 bei Dresden?

Ein Autofahrer will den flüchtigen Terrorverdächtigen am Mittag auf der A13 bei Dresden gesehen haben. Drei Streifenwagen rückten aus, Amri war an der beschriebenen Stelle jedoch nicht aufzufinden. "Nach dem schrecklichen Anschlag gehen wir jedem Hinweis sofort nach. Aber an dieser Stelle und im Umkreis war eine relevante Person nicht zu finden", sagte Polizeiführer Norbert Schilling der Bild.

12.25 Uhr: Fingerabdrücke von Anis Amri an LKW-Tür gefunden

Es gibt offenbar neue Indizien, dass der Tatverdächtige Anis Amri für den Anschlag in Berlin verantwortlich ist: Laut dem Rechercheverbund von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR wurden an der Fahrertür des Schwerlasters, der am Montagabend in einen Weihnachtsmarkt gefahren war, Fingerabdrücke von Amri gefunden.

12.19 Uhr: Amri soll sich als Selbstmordattentäter angeboten haben

Dem Spiegel liegen Informationen vor, nach denen sich der Terrorverdächtige Anis Amri als Selbstmordattentäter angeboten haben soll. Auch die Ermittler sollen von den Äußerungen des Tunesiers gewusst haben. Trotzdem reichte selbst das nicht zu einer Festnahme. Denn die Aussagen Amris, die bei einer Telekommunikationsüberwachung abgefangen wurden, sollen zu "verklausuliert" gewesen sein.

11:00 Uhr Bundesanwaltschaft: Keine Festnahmen nach Berliner Anschlag

Die Bundesanwaltschaft hat Berichte dementiert, dass es im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum Lastwagen-Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt Festnahmen gegeben haben soll. Es fänden derzeit verschiedene Maßnahmen im Bundesgebiet statt, sagte ein Sprecher der Karlsruher Behörde am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Konkreter äußerte er sich nicht.

09.00 Uhr: Festnahmen bei Razzien in Dortmund

Bei einem Anti-Terror-Einsatz der Polizei in Dortmund wurden nach Angaben des "WDR" zwei Wohnungen durchsucht. Demnach wurden dabei vier Personen festgenommen. Noch unklar sei aber, ob die Aktion im Zusammenhang mit dem Anschlag in Berlin steht.

7.28 Uhr: Polizei durchsucht Flüchtlingsheim in Nordrhein-Westfalen

Nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt haben ca. 100 Polizisten eine Flüchtlingsunterkunft im nordrhein-westfälischen Emmerich durchsucht. Über das Ergebnis war zunächst nichts bekannt. Bereits am Mittwoch hatten in der Nähe des Heimes Polizisten Position bezogen. Ein Sprecher der Polizei wollte sich zu der Durchsuchungsaktion nicht näher äußern und verwies auf den Generalbundesanwalt. Aus Karlsruhe war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen. Wie "n-tv" berichtet, sollen am Donnerstag auch Razzien in Berlin laufen.


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