"Das System" betrogen: E-Mails belasten frühere Bremer Bamf-Chefin

Bremen - In der Affäre um das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hat die Polizei hat nach Angaben des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" E-Mails gesichert, die die frühere Leiterin der Bremer Bamf-Außenstelle belasten.

Ist Ulrike B. für mehr als 1200 zu Unrecht positiv entschiedene Asylverfahren verantwortlich?
Ist Ulrike B. für mehr als 1200 zu Unrecht positiv entschiedene Asylverfahren verantwortlich?  © Socrates Baltagiannis/dpa, Daniel Karmann/dpa

Die Korrespondenz enthalte Anhaltspunkte, dass Ulrike B. mit zwei ebenfalls beschuldigen Anwälten zusammengewirkt habe, um möglichst vielen Antragstellern schnell zu einem positiven Bescheid zu verhelfen - unabhängig davon, ob deren Angaben wahr und vollständig seien.

In einer E-Mail vom Oktober 2014 soll B. laut "Spiegel" gegenüber einem der Anwälte offen eingeräumt haben, "das System" zu betrügen, um syrischen Antragstellern den Aufenthalt in Deutschland zu sichern.

Die Bremer Staatsanwaltschaft wollte sich mit Blick auf die laufenden Ermittlungen am Freitag nicht äußern. Die Ermittler prüfen in dem Fall Vorwürfe, wonach Ulrike B. für mehr als 1200 zu Unrecht positiv entschiedene Asylverfahren verantwortlich sein soll (TAG24 berichtete).

Der Anwalt der Ex-Außenstellen-Leiterin weist die Vorwürfe gegen seine Mandantin zurück.

Titelfoto: Socrates Baltagiannis/dpa, Daniel Karmann/dpa


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