Tödliche Schüsse in Supermarkt: Anwalt fordert Freispruch

Bremen - Im Mordprozess um tödliche Schüsse in einem Bremer Supermarkt wird am Mittwoch vor dem Landgericht das Urteil erwartet.

Polizisten am Tatort in Bremen.
Polizisten am Tatort in Bremen.  © DPA

Angeklagt ist ein 31-jähriger deutscher Staatsangehöriger. Die Staatsanwaltschaft wirf ihm vor, am 2. November vergangenen Jahres in einem Supermarkt im Bremer Stadtteil Gröpelingen einen 25-jährigen entfernten Verwandten erschossen zu haben.

Laut Anklage gab er mindestens fünf Schüsse aus einer Pistole auf das Opfer ab. Die Staatsanwaltschaft fordert eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes.

Die Verteidigung verlangt einen Freispruch und argumentiert, der Angeklagte habe aus Notwehr gehandelt. Vor Gericht hatte der 31-Jährige erklärt, dass er sich von dem Verwandten angegriffen fühlte. Für den Fall, dass die Kammer das Notwehr-Argument nicht anerkenne, fordert die Verteidigung eine Bewährungsstrafe wegen fahrlässiger Tötung.

Sollten die Richter auch dies ablehnen, fordert die Verteidigung eine Verurteilung wegen Totschlags und eine Haftstrafe von maximal sechs Jahren.


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