Weihnachten in der Arktis: "Polarstern"-Forscher feiern mitten im Packeis

Bremerhaven/Arktis – Es ist die größte Expedition in der zentralen Arktis, die es jemals gegeben hat: Ein Jahr lang lässt sich ein internationales Forschungsteam auf einem Schiff einfrieren und treibt durch die Arktis. Auch Weihnachten verbringt die Besatzung der "Polarstern" umschlossen von Packeis.

Mitten in der Arktis liegen das Forschungsschiff und ein russische Eisbrecher zwischen Eisschollen.
Mitten in der Arktis liegen das Forschungsschiff und ein russische Eisbrecher zwischen Eisschollen.  © Esther Horvath/Alfred-Wegener-Institut/dpa

Während der einjährigen "Mosaic"-Expedition müssen die Forscher an Bord zwar auf vieles verzichten – nicht aber auf einen Klassiker: "Es gibt an Heiligabend traditionell Kartoffelsalat und Bockwurst", schreibt Kapitän Stefan Schwarze via Mail an die Deutsche Presse-Agentur.

Gefeiert werde im "Blauen Salon", der guten Stube des Schiffes, wo auch ein unechter Weihnachtsbaum stehe. "Die heutigen künstlichen Tannen sind von den echten kaum noch zu unter unterscheiden", meint Schwarze.

Auch Weihnachtslieder würden gesungen: "Die internationalen Teilnehmer bringen ihre Weihnachtsbräuche ein, sodass am Ende ein multikultureller Abend dabei herauskommt."

Die "Polastern" hat sich in der Arktis einfrieren lassen, um mit dem Meereis mit zu driften und so Kenntnisse zum Weltklima zu sammeln (TAG24 berichtete).

An Bord sind rund 100 Wissenschaftler, Techniker und Seeleute. Erst im Oktober 2020 wird das Schiff zurück in Bremerhaven erwartet.

Wissenschaftler der "Mosaic" Expedition der Polarstern stehen auf dem Eis in der Arktis.
Wissenschaftler der "Mosaic" Expedition der Polarstern stehen auf dem Eis in der Arktis.  © Alfred-Wegener-Institut/dpa

Titelfoto: Esther Horvath/Alfred-Wegener-Institut/dpa

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