Kind (2) muss in die Notaufnahme: Schuld sind die Suff-Eltern!

Breslau - In Polen wollte eine betrunkene Mutter (37) ihre Tochter (2) zum Vater bringen. Der war zu dem Zeitpunkt aber auch schon hackedicht. Wohin also mit dem Kind?

Das Mädchen wurde vorübergehend in die Obhut der polizeilichen Kinder-Notaufnahme gegeben. (Symbolbild)
Das Mädchen wurde vorübergehend in die Obhut der polizeilichen Kinder-Notaufnahme gegeben. (Symbolbild)  © 123rf.com/Nadezhda Prokudina

Mit wackeligen Schritten lief die betrunkene Mutter mit dem weinenden Mädchen im Kinderwagen durch die Straßen von Breslau und erregte damit die Aufmerksamkeit von anderen Passanten.

Als sie sich kaum noch auf den Beinen halten konnte und auch noch stolperte, riefen Zeugen schließlich die Polizei, berichtet das polnische Nachrichtenportal "Polsat News".

Die Frau erklärte den Beamten in einer murmelnden Rede, dass der Vater des Kindes in der Nähe wohne. Also gingen alle gemeinsam zur Wohnung des Mannes - um dann festzustellen, dass er ebenfalls schon gut was gebechert hatte.

Deshalb musste die Kleine vorübergehend zur polizeilichen Notaufnahme für Kinder gebracht werden und wurde dort von den Mitarbeitern betreut.

Bei der Mutter wurde derweil ein Atemalkoholtest gemacht und ein Wert von drei Promille gemessen.

"Die 37-Jährige sah sehr berauscht aus, von ihr ging auch ein starker Alkoholgeruch ab", sagte ein Polizist.

Die Polizei prüft nun, ob die Eltern bereits durch Verantwortungslosigkeit gegenüber Schutzbefohlenen aufgefallen sind. In Polen droht in so einem Fall eine harte Strafe: Wenn die Gesundheit oder das Leben eines Kindes bedroht sind, können Erziehungsberechtigte bis zu fünf Jahren ins Gefängnis wandern.

Titelfoto: 123rf.com/Nadezhda Prokudina

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