"Das Vereinigte Königreich im blanken Chaos": Guido Wolf besorgt

Stuttgart - Baden-Württembergs Europaminister Guido Wolf (CDU) ist angesichts der am Dienstag erfolgten zweiten Ablehnung des Austrittsabkommens der EU mit Großbritannien durch das britische Parlament besorgt.

Ist besorgt über die Auswirkungen, die der Brexit für Baden-Württemberg hat: Europaminister Guido Wolf (CDU).
Ist besorgt über die Auswirkungen, die der Brexit für Baden-Württemberg hat: Europaminister Guido Wolf (CDU).  © DPA

Wolf sagte am Mittwochmorgen in Stuttgart: „Man muss es leider so sagen, das Vereinigte Königreich befindet sich im blanken innenpolitischen Chaos. Das ist aber alles andere als ein Grund zur Schadenfreude."

Denn auch für Baden-Württemberg stehe einiges auf dem Spiel. Landesweit ginge der Export ins Vereinigte Königreich bereits 2017 um neun Prozent zurück, so der 57-Jährige.

Außerdem fügte er noch hinzu: "Jetzt steuern wir frontal auf einen harten Brexit zu. Ein Austritt ohne Abkommen wäre schmerzhaft – für die Menschen und die Wirtschaft in Europa, aber ganz besonders in Großbritannien."

Der von Premierministerin Theresa May im Parlament im London nachgebesserte Brexit-Deal wurde am Dienstag abgelehnt. May plädierte dafür, dass der beste Weg, aus der EU auszutreten, auf geordnete Weise geschehen solle.

Jetzt entscheiden die Abgeordneten am Mittwoch (20 Uhr MEZ) über einen EU-Austritt ohne Vertrag. Sollte auch dieser abgelehnt werden, stünde am Donnerstag eine Verschiebung des Brexits zur Debatte.

Am Dienstag haben die Abgeordneten im Londoner Parlament den nachgebesserten Brexit-Deal von Premierministerin Theresa May abgelehnt. (Symbolbild)
Am Dienstag haben die Abgeordneten im Londoner Parlament den nachgebesserten Brexit-Deal von Premierministerin Theresa May abgelehnt. (Symbolbild)  © DPA

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