Heftiger Horror-Schocker: Darum ist "Brightburn" nichts für Weicheier!

Dresden - Heftig! Der Horrorfilm "Brightburn: Son Of Darkness" von Regisseur David Yarovesky verlangt seinem Publikum einiges ab. Ab dem 20. Juni läuft der Schocker in den deutschen Kinos.

Tori Breyer (Elizabeth Banks) liebt ihren Sohn über alles...
Tori Breyer (Elizabeth Banks) liebt ihren Sohn über alles...  © PR/Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Zu Beginn des Filmes wird der Briefkasten der Familie Breyer gezeigt. Im Hintergrund ist ein großes, einsames Landhaus zu sehen, das düsteres erahnen lässt.

In diesem wohnen Tori (Elizabeth Banks) und ihr Mann Kyle (David Denman), die glücklich sind, auf der Couch intim werden, als ein Beben ihr Haus erschüttert.

Sie schauen nach draußen. Im Wald liegt ein größerer Gegenstand, der offensichtlich vom Himmel gefallen ist.

Zehn Jahre später. Die Familie hat Zuwachs bekommen. Brandon (Jackson A. Dunn) ist ein hochintelligenter Junge, der in der Schule allen voraus ist.

Doch eines Nachts ergreift etwas von Brandon Besitz. In Trance geht er in die Scheune, wo seine Eltern ein tief gehütetes Geheimnis versteckt haben.

Beide bekommen es mit der Angst zu tun, gehen damit aber gänzlich anders um. Während Tori ihrem Sohn weiterhin glauben und lieben will, sieht Kyle den Tatsachen ins Auge. Denn Brandons Verhalten wird immer merkwürdiger und aggressiver...

Nervenzerfetzende Inszenierung

...muss aber gerade deshalb viel aushalten.
...muss aber gerade deshalb viel aushalten.  © PR/Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Diese Geschichte hat Yarovesky klasse umgesetzt. Sein Horrorfilm ist trotz einiger offener Fragen und kleinerer dramaturgischer Schwächen weit über dem Durchschnitt anzusiedeln, weil es ihm und den anderen Machern gelingt, die Spannungskurve über die gesamten 91 Minuten hochzuhalten.

Und nicht nur das: Es entsteht eine ähnlich nervenzerfetzende Atmosphäre, wie beim ersten Teil von "Conjuring".

Deshalb entwickelt sich eine Sogwirkung, welche die Zuschauer ins Geschehen hineinzieht. So haben die Schockeffekte eine stärkere Wirkung, obwohl sie das Rad keineswegs neu erfinden.

Dennoch sind sie dank des exzellenten Schnitts und detailreichen Sounds effektiv und tragen ihren Teil zur düsteren Stimmung bei.

Auch die Darsteller zeigen gute Leistungen. Gerade Banks ("Die Tribute von Panem") und der unheimlich-ruhig agierende Dunn ("Avengers: Endgame") tun sich hier hervor und spielen sich im positiven Sinne in den Vordergrund.

Dazu gibt es auch noch viele überraschende und interessante Story-Wendungen, die dafür sorgen, dass das Publikum den Film gebannt verfolgt.

Brutaler Horror-Schocker

Was genau führt Brandon Breyer (Jackson A. Dunn) im Schilde? (Bildmontage)
Was genau führt Brandon Breyer (Jackson A. Dunn) im Schilde? (Bildmontage)  © PR/Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Der ist übrigens definitiv nur etwas für hartgesottene Zuschauer, die an die explizite Gewaltdarstellung von Horror-Streifen gewöhnt sind.

Denn einige Szenen sind extrem brutal und gewinnen durch ihre detailgetreue Darstellung noch zusätzlich an Wucht.

Dank der starken, finsteren Kostüme, der guten Spezialeffekte, der suggestiven Kameraführung, der klasse ausgewählten Locations und der bedrohlichen Musikuntermalung nutzen sich diese heftigen Sequenzen auch nicht ab, sondern bieten jedes Mal etwas Neues.

Darüber hinaus hat "Brightburn" eine gewisse Tiefe, lässt seine Figuren bei weitem nicht so dumm agieren, wie in Horrorfilmen üblich und verpasst ihnen einen glaubwürdigen Entwicklungsverlauf, weshalb auch die Familiendynamik authentisch ist.

So ist "Brightburn: Son of Darkness" zusammengenommen ein brutaler, nervenzerfetzend-spannender Horrorschocker, dem es gelingt, sein Publikum durchgehend bei der Stange zu halten, weshalb er zu den sehenswerteren Vertretern dieses Genres zählt, obwohl er das Rad keinesfalls neu erfindet und auch kleinere dramaturgische Schwächen hat.

Titelfoto: PR/Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

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