Entsetzte Tierschützer befreien Hund mit abgehacktem Bein

Brisbane (Australien) - Im australischen Queensland machten Mitarbeiter der RSPCA (dt. königliche Gesellschaft zur Verhütung von Grausamkeiten an Tieren) bei der Razzia in einer Farm in Brisbane gleich mehrere grausame Entdeckungen: 37 vernachlässigte Hunde, die dort hausten, wurden am 20. März befreit. Am Meisten schockierte die Tierretter ein Rüde, dem das rechte Hinterbein fehlte, das allem Anschein nach abgehackt wurde, berichtet die "Daily Mail".

Der Hund erholt sich nach seiner Rettung.
Der Hund erholt sich nach seiner Rettung.  © Screenshot/Facebook/RSPCA Queensland

Etwas vorsichtiger drückte sich die RSPCA aus und sprach von einem "grob amputierten" Bein. Die Tierrettungsorganisation will jetzt unbedingt die ursprünglichen Besitzer des Vierbeiners, den sie Paulie nannte, finden und startete diesbezüglich einen Aufruf auf ihrer Facebook-Seite.

RSPCA-Inspektor Daniel Young wurde dort wie folgt zitiert: "Wir möchten mit den Eigentümern sprechen oder mit wem auch immer, der ihn auf der... Farm zurückgelassen hat, damit wir ein wenig mehr darüber erfahren, womit wir es zu tun haben. Es wird kein Urteil geben, es geht einfach darum herauszufinden, wie und wann dieser arme Hund dort hinkam."

Das Bein des Rüden wurde mittlerweile professionell amputiert. Der Hund wird seitdem von den Tierärzten der RSPCA genauestens beobachtet. Die anderen Vierbeiner werden ebenso wieder aufgebaut und sollen irgendwann neu vermittelt werden.

Staatsanwältin Tracey Jackson ließ mitteilen, dass noch immer Informationen zu den Tieren gesammelt werden. Momentan sind alle Hunde in der Obhut der RSPCA, die darauf wartet, dass einzelne Personen den Kontakt zur Organisation suchen.

RSPCA-Inspektor Paul Young zeigt sich enttäuscht

Das rechte Hinterbein sah schockierend aus, als der Hund gefunden wurde.
Das rechte Hinterbein sah schockierend aus, als der Hund gefunden wurde.  © Screenshot/Facebook/RSPCA Queensland

Laut RSPCA lebten alle Hunde in Kot und Urin, während einige Tiere so eingeschränkt waren, dass sie sich nicht richtig bewegen konnten.

RSPCA-Inspektor Young sagte, er sei ständig enttäuscht worden, wenn er Tiere unter dem Deckmantel der Tierrettung unter erbärmlichen Verhältnissen vorfand.

"Gute Absichten reichen nicht aus. Wir wissen, dass es hervorragende Rettungsgruppen gibt, die wertvolle Hilfe und großartige Arbeit für Tiere leisten", so Young.

Leider stoße seine Organisation jedoch häufig auf Tierrettungseinrichtungen, in denen die Tiere unter miserablen Bedingungen gehalten würden.

Die RSPCA erhofft sich, dass sie bald weitere Informationen über Paulie und die anderen Hunde in Erfahrung bringen wird.

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