Lehrerin stirbt versehentlich an Überdosis Kokain

Manchester - Sie wollte ihr restliches Kokain an der Flughafenkontrolle vorbeischmuggeln. Doch ihr Plan ging schief: Der 42-jährigen Lehrerin Victoria Buchanan wurde eine Überdosis Kokain zum Verhängnis.

Victoria starb im Krankenhaus, nachdem sie am Flughafen Manchester einen schweren Anfall erlitt.
Victoria starb im Krankenhaus, nachdem sie am Flughafen Manchester einen schweren Anfall erlitt.  © Facebook Screenshot Victoria Buchanan

Die Mutter von drei Kindern hatte die wiederverschließbare Tüte laut Daily Star zusammen mit ihrem Ehemann während eines Familienbesuchs in Großbritannien erworben.

Das Kokain soll von hoher Qualität (Klasse A) gewesen sein und circa 200 Pfund (umgerechnet etwa 225 Euro) gekostet haben.

Am Flughafen Manchester stellte Victoria fest, dass ihr Rückflug nach Dubai noch eine Weile auf sich warten ließe. Die britische Lehrerin checkte daraufhin in eine erstklassige Flughafen-Lounge ein, wo sie feststellte, dass sie noch eine Restportion Drogen von etwa einem Viertel der gekauften Menge in ihrer Tasche hatte.

Um die verbliebene Menge Kokain an der Kontrolle vorbeizuschmuggeln, entschied sich Victoria, die Tüte zusammen mit einem Glas Champagner zu schlucken. Offenbar rechnete die Britin damit, die Tüte zu Hause auf natürlichem Weg wieder auszuscheiden.

Doch es kam anders: Nur wenige Augenblicke später platzte der Beutel im Magen und Victoria brach nach einem schweren Anfall zusammen.

Andere Menschen eilten sofort zu Hilfe und alarmierten den Rettungsdienst, doch Victoria verstarb Stunden später im Wythenshawe Hospital. Bei einer Obduktion entdeckten die Ärzte die Tüte und stellten eine Überdosis als Todesursache fest. Die Kokainvergiftung verursachte offenbar einen Herzstillstand, der wiederum zu Hirnschäden führte.

Eines der letzten Bilder, mit dem Victoria ihr Profil auf Facebook aktualisierte.
Eines der letzten Bilder, mit dem Victoria ihr Profil auf Facebook aktualisierte.  © Facebook Screenshot Victoria Buchanan

Victorias Ehemann Mark, Chef einer Reederei, sagte bei einer Anhörung: "Wir waren uns bewusst, dass sie gelegentlich kleine Mengen Kokain zu sich nahm. Gelegentlich taten wir es auch zusammen."

Ihre über 70-jährige Mutter wusste hingegen nichts von alldem: "Sie war immer so optimistisch, dass ich nicht gedacht hätte, dass sie so etwas braucht", äußerte sie. Auch der Vater schien keinerlei Verdacht auf den Drogenkonsum seiner Tochter zu haben.

Andrew Bridge, der stellvertretende Gerichtsmediziner, gab deutliche Worte zu Protokoll: "Warum sie ein solches Risiko eingegangen ist, werden wir nie erfahren. Ich habe kein Verständnis dafür. Mein Fazit für den Tod Victorias lautet, dass es ein persönliches Missgeschick war."

Zu den Eltern sagte er: "Sie haben mein Mitgefühl für den traurigen Verlust Ihrer Tochter - ich frage mich nur, was um alles in der Welt hat sie sich dabei gedacht?"

Victoria Buchanan wurde in Kilmarnock, Schottland geboren. 2010 zog sie nach Dubai, um als Lehrerin in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu arbeiten. Einen Teil ihres Einkommens soll sie regelmäßig an eine Wohltätigkeitsorganisation gespendet haben, die verarmten Kinden in Nepal dabei hilft, ihre Ausbildung zu bezahlen.

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