Mutter und Kind dürfen aus diesem Grund nicht nach Hause fliegen

Rhodos (Griechenland) - Am Donnerstag wollte Valdenize Barford (31) mit ihrem Mann James (47) und ihrem Sohn Edward (1) nach einem entspannten Familienurlaub in Griechenland zurück nach England fliegen. Doch dann wird der Mutter samt Sohn der Einstieg ins Flugzeug verweigert.

Diese Mückenstiche in Edwards Gesicht hielten Crewmitglieder für Windpocken.
Diese Mückenstiche in Edwards Gesicht hielten Crewmitglieder für Windpocken.  © Screenshot/Facebook/Dennie Oliveira

Der Grund der Kabinencrew: Sie hatten angeblich Windpocken im Gesicht des Jungen entdeckt.

Dass es sich dabei nur um Mückenstiche handelte, wollten sie Valdenize und James einfach nicht glauben, so die "Sun".

"Unsere medizinischen Fachkräfte, MedLink, sagten, wir sollten das Kind zu seiner Sicherheit und der Sicherheit anderer Passagiere nicht fliegen lassen, bis sie einen lokalen Arzt aufgesucht hatten", so ein Sprecher der British Airways.

Eine Stunde diskutierten Valdenize und James mit den Flugbegleitern vergebens. James musste schlussendlich alleine nach Hause fliegen, da er am nächsten Tag wieder arbeiten musste.

"Wir wurden wie Kriminelle behandelt. Einerseits sagte die Crew, er habe Windpocken, und andererseits sagten sie, dass sie nicht medizinisch ausgebildet seien, um ihn zu diagnostizieren. Es war eine komplette Farce. Jeder konnte sehen, dass das Baby nur ein paar Stiche hatte."

Die 31-Jährige und ihr Sohn saßen in Griechenland fest. Aber nicht nur das. Sie bekam auch nicht ihr eingechecktes Gepäck zurück.

Die Familie gemeinsam in Griechenland. Valdenize Barford (31) mit ihrem Mann James (47) und ihrem Sohn Edward (1).
Die Familie gemeinsam in Griechenland. Valdenize Barford (31) mit ihrem Mann James (47) und ihrem Sohn Edward (1).  © Screenshot/Facebook/Dennie Oliveira

Wieder am Terminal blieb dann auch noch die zuvor versprochene Hilfe aus. Kein Hotel. Kein Transport.

Am Donnerstag um 23.17 Uhr schrieb die mittlerweile sehr erzürnte Mutter auf Facebook, dass es keine Hilfe seitens der Fluggesellschaft gebe, da der Kundenservice geschlossen sei.

Auch ein Hotelzimmer sei wegen der Thomas-Cook-Probleme (TAG24 berichtete) nicht mehr zu bekommen.

Ein Sprecher der Fluggesellschaft erklärte später, sie hätten der Familie medizinische Hilfe und ihre volle Unterstützung angeboten. Diese scheiterte allerdings an einem Ausfall der Kommunikationssysteme. Sie konnten die beiden wohl nicht erreichen.

Am nächsten Tag suchten Valdenize und ihr Sohn sofort einen Arzt auf, so die "Sun", der bestätigte, dass Edward einfach nur ein paar Mückenstiche im Gesicht hatte.

Jetzt muss sie allerdings noch drei weitere Tage warten, bis sie das "fit to fly certificate" (Flugtauglichkeitszeugnis) für Edward erhält und ihren Sohn nach Hause bringen kann. Inzwischen steht der Service mit der Familie in Kontakt.

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