In letzter Minute! So rettete der Baubürgermeister die BRN





Die Bunte Republik Neustadt (BRN) zieht jährlich Zehntausende Besucher zum 
Feiern in die Äußere Neustadt.
Die Bunte Republik Neustadt (BRN) zieht jährlich Zehntausende Besucher zum Feiern in die Äußere Neustadt.

Dresden - Das war knapp! Fehlende Bescheide und überraschende Verbote aus dem Bauamt drohten die diesjährige BRN ins Chaos zu stürzten (TAG24 berichtete). Doch dann nahm Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (40, Grüne) buchstäblich in letzter Minute die Sache persönlich in die Hand.

Nach den vielen Klagen der vergangenen Tage zog sich der Bürgermeister die Ablehnungsbescheide seiner Behörde nochmal auf den Tisch - mit erfreulichem Ergebnis: Viele Verbote konnten gekippt werden. Und einmalig: Der Bürgermeister machte sich selbst auf den Weg und verteilte die Bescheide in der Neustadt, suchte dabei das Gespräch mit den vielen Machern.

Der Betreiber von „Frank’s Bar“ etwa konnte es kaum glauben und postete: „Gestern Abend hat der Baubürgermeister persönlich (kein Witz!) die Genehmigung vorbei gebracht! Es darf getanzt und getrunken werden!“

Inzwischen konnte der Bürgermeister Vollzug melden: „Alle Anträge auf Sondernutzung für die BRN sind entschieden. Für einen guten Teil der Anträge haben wir nach nochmaliger Prüfung eine Lösung gefunden, die Sondernutzungserlaubnis zu erteilen“, so Schmidt-Lamontain. Auch die Anwohner haben zumeist die Genehmigung für ihre geplanten Festaktionen erhalten.





Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (40, Grüne) hat mit der BRN jede 
Menge Arbeit.
Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (40, Grüne) hat mit der BRN jede Menge Arbeit.

Allerdings ging das nicht für alle gut aus: Fast 30 Gewerbetreibende dürfen zur diesjährigen BRN keine Sitzgelegenheiten, Verkaufsständer oder Auslagen in Kreuzungsbereichen vor ihre Türen stellen.

Die ganzjährigen Sondernutzungen bleiben für dieses Wochenende entzogen. Betroffen ist auch Ference Weidel (53), Chef vom Café Continental: „Das haben wir dem Chaos im Ordnungsamt zu verdanken.“

Doch in dieser Frage musste der Bürgermeister hart bleiben. Schmidt-Lamontain: „Der öffentlichen Sicherheit wurde der Vorrang gegeben.“

Trotz des ganzen Behörden-Chaos: „Das Programmheft ist 64 Seiten dick“, verkündet Ulla Wacker vom Stadtteilhaus Neustadt auf der gestrigen Pressekonferenz zur BRN. Wacker: „Da ist noch ganz viel Musik drinnen.“


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