Brothers MC-Rocker Tim K. gewinnt vor Gericht

Rocker Tim K. dürfte mit dem Gerichtsurteil mehr als zufrieden sein.
Rocker Tim K. dürfte mit dem Gerichtsurteil mehr als zufrieden sein.

Horn-Bad Meinberg - Dem Anführer der Bielefelder Rockergruppe "Brothers MC" wurde zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch der Aufenthalt in Köln und Leverkusen verboten. Dagegen ging der Rocker vor!

Und das Kölner Verwaltungsgericht gab ihm jetzt Recht. Denn nur, weil er Mitglieder einer Rockergruppe sei und sich im Internet über die Silvesternacht in Köln geäußert habe, rechtfertige kein Aufenthaltsverbot.

Richterin Bettina Kroll sieht laut der Neuen Westfälischen außerdem keine begründeten Hinweise dafür, dass die Rockerbande zur gewalttätigen Hooligan-Szene gehört. Das Verbot der Polizei ist daher rechtswidrig. 

Tim K., Autor und Ex-Polizist, wird das Urteil vermutlich begrüßen. In seiner Äußerung auf Facebook zu den Vorfällen in Köln rief er dazu auf, endlich zu handeln. 

Um dieses Aufenthaltsverbot von Ende Januar ging es vor Gericht.
Um dieses Aufenthaltsverbot von Ende Januar ging es vor Gericht.

"Deshalb wollen wir mit unseren Mitteln ein Zeichen setzen", schreibt K. beispielsweise. Oder auch: "Wir ziehen zwar nicht in den Krieg, werden aber auch nicht wegsehen, wenn Frauen angegriffen oder begrapscht werden. Wir beginnen in den nächsten Tagen Präsenz zu zeigen, wo alles begonnen hat. In Köln."

Wie diese sogenannte "Präsenz" tatsächlich aussehen sollte, blieb mehr oder weniger offen. Zumindest schreibt K.: "Wir werden dabei keine Farben tragen und auch sonst nicht in den Vordergrund treten. Wir werden uns diszipliniert verhalten und angemessen auf die Situation vor Ort reagieren."