Mordversuch? Groß-Einsatz der Polizei nach Schüssen auf Radfahrer

Hanau - In Bruchköbel-Niederissigheim unweit von Hanau vielen am Donnerstagmorgen Schüsse. War es ein versuchter Mord?

Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach dem unbekannten Schützen (Symbolbild).
Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach dem unbekannten Schützen (Symbolbild).  © Montage: Carsten Rehder/dpa, strelok/123RF

Ein 50 Jahre alter Mann war am Donnerstag gegen 7 Uhr mit einem Fahrrad in Bruchköbel-Niederissigheim unterwegs.

Bei einer Unterführung unter der Landesstraße 3195 wurden offenbar mehrere Schüsse auf den Radfahrer abgegeben, wie das Polizeipräsidium Südosthessen und die Staatsanwaltschaft Hanau gemeinsam mitteilten.

Der Fahrradfahrer hatte demnach Glück, er blieb unverletzt. Lediglich die Kleidung des Mannes wurde beschädigt.

Der 50-Jährige kehrte nach den Schüssen sofort nach Hause zurück und alarmierte die Polizei. Diese entsandte umgehend zahlreiche Streifen, der unbekannte Schütze konnte jedoch nicht aufgegriffen werden.

Der Radfahrer konnte keine genau Beschreibung des Täters abgeben. Laut ersten Erkenntnissen der Ermittler könnte es sich dabei jedoch um eine Person aus dem privaten Umfeld des Opfers handeln.

Schüsse in Bruchköbel: Ist ein privater Streit der Hintergrund

"Mit dieser soll der Geschädigte in den letzten Tagen einen Streit gehabt haben", erläuterte ein Sprecher.

Die Kriminalpolizei in Hanau ist mit dem Fall befasst und ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Die Beamten suchen dringend Zeugen, die sich unter der Telefonnummer 06181100123 bei den Ermittlern melden sollen.

Update, 28. Februar 2020, 13.50 Uhr: Die Polizei hat einen Verdächtigen festgenommen.

Es handelt sich dabei um den 20 Jahre alten Sohn des Fahrradfahrers (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Montage: Carsten Rehder/dpa, strelok/123RF

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