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Grausamer Mord an Schülerin: Täter erneut verurteilt, es bleiben Zweifel

Mord an Schülerin Ursula Herrmann: Verurteilter Mann muss nach weiterem Prozess Schmerzensgeld zahlen

Es wird immer einer der spektakulärsten Fälle der Geschichte Deutschlands sein. Nun stand der verurteilte Mörder von Ursula Herrmann erneut vor Gericht.

Augsburg - Seit fast vier Jahrzehnten bewegt die Menschen das grausame Verbrechen an der Schülerin Ursula Herrmann. Eingepfercht in eine Kiste erstickte das Mädchen. Nun ging zum zweiten Mal ein großer Prozess um den Fall zu Ende.

Michael Herrmann, Bruder der Getöteten, steht Schmerzensgeld zu.
Michael Herrmann, Bruder der Getöteten, steht Schmerzensgeld zu.

Gewonnen und doch irgendwie auch verloren. So empfindet es Michael Herrmann, der Bruder der vor 37 Jahren verschleppten kleinen Ursula Herrmann.

Die Zehnjährige war am Ammersee in einer Kiste vergraben worden und erstickte auf schreckliche Weise in selbiger. Viele glauben, die Täter sind noch immer auf freiem Fuß.

Am Donnerstag entschied das Landgericht Augsburg, dass Michael Herrmann von dem seit zehn Jahren im Gefängnis sitzenden Täter 7000 Euro Schmerzensgeld bekommt. "Man gewinnt und ist nicht zufrieden", kommentierte Michael Herrmann das an seinem 55. Geburtstag verkündete Urteil.

Denn wenn es nach Kläger Herrmann gegangen wäre, dann hätte die Zivilkammer seine Klage abweisen müssen. Mit der Begründung, dass der beklagte Kidnapper vermutlich nicht der Täter ist.

Denn seit 2008, seit der Festnahme des längst rechtskräftig verurteilten Mannes, der stets seine Unschuld beteuert hat, gibt es große Zweifel an der Täterschaft des heute 68-Jährigen - selbst beim Bruder des getöteten Opfers. Doch diesen Schritt der Klageabweisung ging das Gericht nicht.

Am Ende des mehrjährigen Verfahrens, in dem Zeugen aus dem früheren Strafverfahren nochmals vernommen wurden, stärkten im Gegenteil die Richter ihren Kollegen der Strafkammer den Rücken. "Nach der Beweisaufnahme war das Gericht der Ansicht, dass das Strafurteil richtig ist", erklärte Gerichtssprecherin Diana Bestler.

Der Fall Ursula Herrmann war einer der spektakulärsten in der Geschichte Deutschlands.
Der Fall Ursula Herrmann war einer der spektakulärsten in der Geschichte Deutschlands.

Kläger Michael Herrmann kann das nicht überzeugen. Er geht davon aus, dass die wahren Täter noch in Freiheit sind. "Kann es sein, dass der Augsburger Justiz nicht an wirklicher Aufklärung des Falles Ursula Herrmann, dem Tod meiner kleinen Schwester, gelegen ist?", schrieb er vor wenigen Tagen in einem offenen Brief.

Von dem Hauptindiz, einem bei dem 68-Jährigen sichergestellten Tonbandgerät, das einst zur Verurteilung geführt hat, hält Herrmann als Musiker und Studio-Experte überhaupt nichts mehr.

Angeblich hatte der Entführer das Gerät für seine Erpresseranrufe genutzt. Doch selbst die Gutachterin des Bayerischen Landeskriminalamtes ist nicht ganz sicher, dass es sich um das Tatwerkzeug aus dem Jahr 1981 handelt.

Nur vordergründig ging es in dem Schmerzensgeldprozess um den Tinnitus, der Herrmann seit dem Strafprozess plagt. Wegen der Erkrankung hatte er auf den Täter auf ursprünglich 20.000 Euro verklagt, auch um endlich Gewissheit zu erhalten.

Die hat er nun weiterhin nicht. Die Zweifler, die davon ausgehen, dass ein Unschuldiger wegen erpresserischen Menschenraubes mit Todesfolge zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, werden nicht verstummen.

Rechtsanwalt Walter Rubach, der Verteidiger des 68-Jährigen, hatte gehofft, durch den Zivilprozess Material für ein Wiederaufnahmeverfahren zu gewinnen. Doch die Hürden für einen neuen Strafprozess sind sehr hoch, dieses Zivilurteil ist dabei nun kaum hilfreich.

Dennoch hofft er darauf, dass es irgendwann zu einer Wiederaufnahme des Strafverfahrens kommt. "Man sollte nie aufgeben", sagt Rubach. In einem ersten Schritt will er nun Rechtsmittel gegen das Schmerzensgeldurteil einlegen.

Ursula Herrmann wurde im Alter von zehn Jahren brutal ermordet.
Ursula Herrmann wurde im Alter von zehn Jahren brutal ermordet.

Fotos: DPA

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