Brücken kaputt! Chemnitz braucht 33 Mio. Euro

Die Brücke über die Chemnitz an der Eckstraße könnte ganz aus dem Stadtbild verschwinden.
Die Brücke über die Chemnitz an der Eckstraße könnte ganz aus dem Stadtbild verschwinden.

Chemnitz - Jede fünfte der insgesamt 287 Brücken in Chemnitz ist in einem schlechten bis sehr schlechten Zustand. Das Chemnitzer Tiefbauamt will bis 2019 massiv in den Neubau und die Sanierung investieren. Die Stadt muss sich aber noch strecken. Denn in den kommenden fünf Jahren steht bislang nur ein Drittel der benötigten Finanzen zur Verfügung.

„Wir bekommen mit dem Verschleiß der Infrastruktur Probleme“, sagt Tiefbauamtsleiter Bernd Gregorzyk (59).

Er legt dem Stadtrat am 29. Oktober eine Prioritätenliste mit 44 Brücken vor. Rund 33 Millionen Euro bräuchte er, um bis 2019 die notwendigen Aufträge auszulösen, etwa zehn Millionen Euro sind nur eingeplant.

Die im September über den Radweg Schönau-Siegmar führende, mittlerweile gesperrte Brücke an der Gaußstraße wird 2016 für 350.000 Euro gebaut.

Seit September geschlossen, 2016 im Plan: Tiefbauamtsleiter Bernd Gregorzyk (59, kl.F.) will die Brücke an der Gaußstraße (gr. F.) abreißen und neu bauen lassen.
Seit September geschlossen, 2016 im Plan: Tiefbauamtsleiter Bernd Gregorzyk (59, kl.F.) will die Brücke an der Gaußstraße (gr. F.) abreißen und neu bauen lassen.

Bei der Brücke über die Chemnitz an der Eckstraße in Schlosschemnitz würden 320.000 Euro fällig.

Derzeit können das Bauwerk nur Radfahrer und Fußgänger nutzen.

„Wir müssen überlegen, von welchen Brücken wir uns trennen“, so Gregorzyk.

Die Eckstraßen-Brücke wäre eine solche. „Die Brücke an der Müllerstraße ist nicht weit weg.“

Für neun Bauwerke soll es sich „ausgebrückt“ haben – unter anderem an der Walthergasse über den Kappelbach oder der Rosenstraße über den Mühlgraben in Einsiedel.

Fotos: Maik Börner


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