Brückentage 2019: So holst Du garantiert den meisten Urlaub heraus

Deutschland - Brücken schlagen ist eine beliebte Form der Urlaubsplanung. Die Devise: Mit wenigen Urlaubstagen möglichst viele freie Tage am Stück sichern. Dafür gibt es auch 2019 reichlich Gelegenheit.

Mögliche Brückentage gibt es auch 2019 reichlich.
Mögliche Brückentage gibt es auch 2019 reichlich.  © DPA

Die Rechnung ist verlockend: Vier Urlaubstage einsetzen und dafür zehn freie Tage am Stück faulenzen. Oder zwei Urlaubstage für fünf freie Tage. Die gute Nachricht: 2019 liegen viele an ein Datum gebundene Feiertage arbeitnehmer-freundlich in der Woche.

Lediglich der 6. Januar, Heilige Drei Könige, fällt auf einen Sonntag. Das betrifft aber auch nur Beschäftigte in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt, wo dieser Tag ein gesetzlicher Feiertag ist.

Der Tag der Arbeit am 1. Mai fällt zum Beispiel auf einen Mittwoch. Das bedeutet: Zwei Urlaubstage ergeben insgesamt fünf freie Tage. Das macht 2,5 freie Tage pro investiertem Urlaubstag, das Wochenende mit eingerechnet.

Noch mehr lohnt sich der Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober). Die Wiedervereinigung wird 2019 an einem Donnerstag gefeiert. So kann man sich mit einem Urlaubstag gleich ein verlängertes Wochenende über vier Tage sichern.

Auch die im Kalender wandernden Tage, die nur in einigen Bundesländern gesetzliche Feiertage sind, liegen günstig: Mariä Himmelfahrt (15. August 2019) und der Reformationstag (31. Oktober) fallen auf einen Donnerstag, Allerheiligen (1. November) auf einen Freitag.

Mit diesem Kalender gerät kein Brückentag aus dem Blick.
Mit diesem Kalender gerät kein Brückentag aus dem Blick.  © DPA

Immer gut für ein verlängertes Wochenende ist Christi Himmelfahrt am 30. Mai 2019. Weil dieses bundesweite Fest stets 40 Tage nach Ostern gefeiert wird, fällt es verlässlich auf einen Donnerstag. Wer den Freitag frei nimmt, sichert sich vier freie Tage am Stück. Eine verlockende Option auch für Väter nach der Bollerwagentour zu Himmelfahrt.

Ebenfalls immer donnerstags ist Fronleichnam (20. Juni 2019). Frei haben dann die Menschen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland sowie in Teilen Thüringens und Sachsens.

Feste Größen im Brückentage-Kalender sind Ostern und Pfingsten. Nehmen Beschäftigte die vier Tage vor Karfreitag (19. April 2019) frei, haben sie bis Ostermontag insgesamt zehn freie Tage am Stück. Auch Pfingsten bietet sich dank des freien Pfingstmontags (10. Juni 2019) an, um das ohnehin verlängerte Wochenende weiter auszudehnen.

Besonders gut lassen sich 2019 die Weihnachtstage nutzen. Sie fallen auf einen Mittwoch und Donnerstag. Heiligabend am Dienstag ist zwar ein Arbeitstag. In vielen Firmen müssen Angestellte aber nur einen halben Urlaubstag investieren, um den ganzen Tag frei zu haben. Im Idealfall kommt man rund ums Fest also mit zweieinhalb Urlaubstagen auf neun freie Tage.

Und wer zwei Tage mehr investiert, kommt sogar auf insgesamt zwölf freie Tage. Denn der Neujahrstag 2020 fällt auf einen Mittwoch. Eine gute Möglichkeit, um eine Brücke ins neue Jahr zu schlagen.

Wie ist die Rechtslage bei Brückentagen?

In Belegschaften sind die Brückentage natürlich begehrt. Dass es auch mal Konflikte gibt, wer frei bekommt, ist klar. Prinzipiell gilt: Der Arbeitgeber muss beantragten Urlaub gewähren und hat zu begründen, wenn er das nicht macht.

Oft können aber nicht beliebig viele Mitarbeiter gleichzeitig wegbleiben, weil sonst der Betriebsablauf gestört werden kann. Generell muss bei Zwist der Arbeitgeber entscheiden.

Ein wichtiges Kriterium ist die Frage, welcher Urlaubsanspruch sozial schutzwürdiger ist - diese Umschreibung steht auch im Gesetz. "Das können Kriterien wie schulpflichtige Kinder sein", sagt Manuela Beck, Fachanwältin für Arbeitsrecht in Köln. Gleichzeitig müsse auch eine gewisse Ausgewogenheit hergestellt werden.

Ein Tipp der Expertin: Wer bestimmte Gründe für seinen Urlaub hat, sollte diese in seinem Antrag auch unbedingt angeben. Nur dann kann der Arbeitgeber sie bei der Entscheidung auch berücksichtigen.

Titelfoto: DPA


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