Millionen Migranten für ihren Job überqualifiziert

Brüssel - Mehr als ein Drittel aller hochgebildeten Migranten in der EU und damit deutlich mehr als entsprechende Einheimische haben laut einer OECD-Studie einen Job, der unter ihrem Qualifikationsniveau liegt.

Migranten bekommen häufig Arbeitsangebote, die unter ihrer Qualifikation liegen.
Migranten bekommen häufig Arbeitsangebote, die unter ihrer Qualifikation liegen.  © 123rf.com/Dmitry Kalinovsky

Zu diesen 2,9 Millionen Menschen kämen weitere 2,4 Millionen hochgebildete Migranten hinzu, die arbeitslos sind. Abschlüsse, die im Ausland erworben wurden, seien "nicht so viel wert wie einheimische". Als hochgebildet gilt - bezogen auf Deutschland -, wer etwa eine Meisterausbildung oder einen Hochschulabschluss erlangt hat.

Mehr als 25 Prozent der Jobs für Geringqualifizierte in der EU werden der Studie zufolge von einem Migranten ausgeübt, in Deutschland und Österreich sind es mehr als 40 Prozent. Noch höher ist der Anteil laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit mehr als 60 Prozent in der Schweiz und in Luxemburg.

Während die Arbeitslosenquote der schlecht gebildeten Migranten in Deutschland nur leicht höher liegt als bei Einheimischen (0,3 Prozentpunkte), sieht es bei den Hochgebildeten deutlich anders aus. 1,7 Prozent der gut qualifizierten Deutschen haben keinen Job, unter Ausländern sind es mehr als fünf Prozent.

Oft landen hoch qualifizierte Bewerber auf dem Bau.
Oft landen hoch qualifizierte Bewerber auf dem Bau.  © 123rf.com/hxdyl

Titelfoto: 123rf.com/hxdyl/Dmitry Kalinovsky