Nippel-Alarm! Facebook sperrt deutsches Kunstmuseum

Wegen diesen Kunstwerken gab es Zoff, weil sie nackte Frauen zeigten.
Wegen diesen Kunstwerken gab es Zoff, weil sie nackte Frauen zeigten.

Bonn – Geht's noch? Nippel-Alarm jetzt auch bei einem Museum! Weil es mit nackten Brüsten bei Facebook warb, gab es Stress mit dem Konzern.

Diesmal traf es die Bundeskunsthalle in Bonn. Sie "gehört" der Regierung in Berlin, ist eines der besucherstärksten Häuser in ganz Deutschland. Und warb bei Facebook für die Ausstellung „Japans Liebe zum Impressionismus - Von Monet bis Renoir“.

Doch auf dieser Anzeige waren auch mehrere Brüste zu sehen - zu viel für die prüden Macher von Facebook! Die Werbung wurde gesperrt.

Die Bundeskunsthalle reagierte leicht angesäuert und ironisch mit einer Nachricht: „Gedankt sei Facebook für diesen Hinweis – wir wären von alleine gar nicht darauf gekommen, dass wir die moralischen Gefühle unserer Besucher mit Meisterwerken aus dem 19. Jahrhundert verletzen könnten.“

Hintergrund: Seit Monaten schwelt ein weltweite Diskussion darüber, dass Facebook bis vor kurzem noch Hasskommentare beibehielt, aber „nackte“ Inhalte sofort blockierte. Das stieß vielen Usern übel auf und sie wehrten sich mit der Aktion #NippelstattHetze. Facebook verpflichtete sich mittlerweile, Hasskommentare nach Möglichkeit innerhalb von 24 Stunden zu löschen (MOPO24 berichtete).

Wer jetzt Lust auf die Ausstellung bekommen hat, kann noch bis 21. Februar 2016 nach Bonn reisen und sich von den historischen Brüsten "schocken" lassen.

Denn nach Auskunft der Bundeskunsthalle werden die Werke unzensiert gezeigt!

Foto: Facebook Bundeskunsthalle


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