Offiziell: Labbadia macht zum Saisonende in Wolfsburg Schluss! Rose Nachfolger?

Wolfsburg - Trainer Bruno Labbadia (53) wird seinen auslaufenden Vertrag beim VfL Wolfsburg nicht verlängern! Das bestätigte der Verein mittlerweile auch auf seiner offiziellen Internetseite.

Wolfsburgs Geschäftsführer Sport Jörg Schmadtke soll ein schwieriges Verhältnis zu Trainer Bruno Labbadia haben.
Wolfsburgs Geschäftsführer Sport Jörg Schmadtke soll ein schwieriges Verhältnis zu Trainer Bruno Labbadia haben.  © DPA

Diese Entscheidung hat der Coach seiner Mannschaft und der Geschäftsführung bereits mitgeteilt.

Auch seine Co-Trainer Eddy Sözer und Olaf Janßen sowie Rehatrainer Günter Kern werden nicht weitermachen.

Doch wieso schmeißt ein Coach bei einem Verein hin, bei dem es abgesehen von der 0:6-Packung am Samstag beim FC Bayern München richtig gut läuft?

Immerhin stehen die "Wölfe" auf dem siebten Platz und haben nur drei Punkte Rückstand auf einen sicheren Europa-League-Platz, nachdem das Team in der vergangenen Saison noch in die Relegation musste, wo man sich mühsam gegen Holstein Kiel durchsetzte und gerade so in der 1. Bundesliga blieb.

Der Grund für Labbadias Beschluss sind interne Probleme.

Seit Wochen kursieren in den Medien Artikel über das schwierige Verhältnis von Wolfsburgs Geschäftsführer Sport Jörg Schmadtke und eben Labbadia, die nur selten miteinander reden sollen und öffentlich fast nie gemeinsam auftreten.

Angeblich heißer Nachfolgekandidat beim VfL Wolfsburg: RB-Salzburg-Coach Marco Rose.
Angeblich heißer Nachfolgekandidat beim VfL Wolfsburg: RB-Salzburg-Coach Marco Rose.  © DPA

So muss der junge Sportdirektor Marcel Schäfer immer wieder als Bindeglied zwischen Labbadia und Schmadtke herhalten, wie der "kicker" bereits Ende Februar berichtete.

Deshalb sagte Labbadia in seiner Stellungnahme auch: "Eine weitere Zusammenarbeit wäre für den VfL nur zielführend und sinnvoll, wenn ein konsequenter fachlicher Austausch zwischen den sportlichen Verantwortlichen über die gesamte Saison gegeben wäre. Da unsere Vorstellungen nicht zu einhundert Prozent übereinstimmen, habe ich für mich diesen Entschluss gefasst."

Schmadtke selbst wirkte darüber nicht sonderlich traurig: "Der Zeitpunkt der Entscheidung von Bruno Labbadia hat uns überrascht, da wir gerne das von beiden Seiten geplante ergebnisoffene Gespräch mit ihm geführt hätten. Dass es dazu jetzt nicht kommt, ist schade, aber wir respektieren seine Entscheidung."

Schon im Winter soll es Streitigkeiten zwischen den beiden gegeben haben, weil Labbadia einen Transferplan vorgelegt haben soll, auf den er keine Antwort erhielt, wie er selber sagte: "Dadurch, dass keine Rückmeldung kam, war es etwas eigenartig. Irgendwann haben wir das Gespräch gehabt."

Trainer Bruno Labbadia hat seinen auslaufenden Vertrag beim VfL Wolfsburg nicht verlängert.
Trainer Bruno Labbadia hat seinen auslaufenden Vertrag beim VfL Wolfsburg nicht verlängert.

An sich wollten beide Seiten Anfang April miteinander reden.

Doch obwohl Labbadia stets betonte, sich in Wolfsburg wohl zu fühlen, waren das angespannte Verhältnis und die fehlende Kommunikation in Verbindung mit einer fehlenden gemeinsamen zukünftigen Planung nun offensichtlich Grund genug dafür, frühzeitig seinen Rückzug zum Saisonende bekanntzugeben.

Als heißer Nachfolgekandidat wird laut dem "kicker" RB-Salzburg-Coach Marco Rose gehandelt, der aber auch bei der TSG 1899 Hoffenheim im Gespräch ist (TAG24 berichtete).

Der gebürtige Leipziger hat sich in Österreich als Trainer der U19 von Salzburg einen Namen gemacht, mit der er 2017 sensationell die Youth League gewann.

Seit dem 1. Juli 2017 ist er als Coach der Profimannschaft tätig und wurde bereits mehrfach mit verschiedenen Bundesligisten in Verbindung gebracht.

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