Wende im Vermissten-Fall um Mutter und Sohn: Suizid nur vorgetäuscht?

Brunsbüttel – Im Fall um das rätselhafte Verschwinden einer 41-jährigen Dithmarscherin und ihrem achtjährigen Sohn hat die Polizei einen neuen Verdacht.

Die Frau ist mit ihrem Sohn untergetaucht.
Die Frau ist mit ihrem Sohn untergetaucht.

Demnach schließen die Beamten nicht aus, dass Mutter und Sohn noch am Leben sind.

"Neben der Möglichkeit des sogenannten erweiterten Suizides prüft die Heider Kriminalpolizei auch, ob die vermisste Frau gezielt ihr Lebensumfeld verlassen wollte. Dazu wird die Bevölkerung um Mithilfe gebeten", sagte Polizeisprecher Stefan Hinrichs am Dienstag.

Die Mutter war am Samstagabend mit ihrem Sohn im Watt verschwunden und nicht mehr zurückgekehrt (TAG24 berichtete). Ihre 19-jährige Tochter, mit der sie eigentlich verabredet war, alarmierte die Polizei.

Eine große Suchaktion brach aus. Mehrere Tage suchten Feuerwehr und Polizei das Gebiet zwischen dem Yachthafen und dem Elbfähranleger in Brunsbüttel ab - doch von Mutter und Sohn keine Spur.

Den Wagen der Mutter stellten die Beamten am Deich sicher. Ihr Handy sei aus und könne nicht geortet werden, so ein Polizeisprecher.

Polizei findet Klamotten und Schuhe

Die Feuerwehr suchte nach Mutter und Sohne im Watt. (Archivbild)
Die Feuerwehr suchte nach Mutter und Sohne im Watt. (Archivbild)

Zudem fanden die Beamten Kleidung und Schuhe an einer Buhne, Fußspuren führten im Watt zum Wasser. Zur Zeit des Verschwindens habe jedoch Ebbe im Wattenmeer geherrscht, wie die Feuerwehr mitteilte.

Laut Polizei soll die 41-Jährige einen Suizid angekündigt haben, bevor sie mit ihrem Kind in der Dunkelheit verschwand.

Nach MOPO-Informationen erlitt die Tochter einen Zusammenbruch und befindet sich in ärztlicher Behandlung. Laut Informationen der Zeitung könnte die Mutter wegen eines lang anhaltenden Sorgerecht-Streits geflüchtet sein.

Weil die Polizei noch damit rechnet, Mutter und Sohn wohlbehalten aufzufinden, wird die Bevölkerung weiterhin um Mithilfe gebeten. Wer die beiden gesehen hat, soll sich bei der Kriminalpolizei Heide unter der Telefonnummer 0481/940 melden.

Hier findet Ihr Hilfe

Normalerweise zieht es die Redaktion vor, nicht über mögliche Suizide zu berichten. Da sich der Vorfall aber komplett im öffentlichen Raum abgespielt hat, hat sich die Redaktion entschieden, ihn zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: Polizei

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