Neue Wende im Vermissten-Fall: Polizei gibt Suche nach Mutter und Sohn auf

Brunsbüttel - Die Polizei hat die Vermisstenfahndung nach der 41-jährigen Frau und ihrem acht Jahre alten Sohn aus Schleswig-Holstein zwei Wochen nach ihrem Verschwinden eingestellt.

Die Mutter verschwand spurlos mit ihrem Sohn.
Die Mutter verschwand spurlos mit ihrem Sohn.  © Polizei

Nach einem Telefonat mit ihrer Nichte in der vergangenen Woche geht die Kriminalpolizei davon aus, dass die beiden wohlauf sind - und deshalb nicht mehr als vermisst gelten, wie die Polizei Itzehoe am Montag mitteilte.

Nachdem ihre 19-jährige Tochter Mitte Oktober die Polizei alarmiert hatte, war man zunächst von Selbstmord ausgegangen und hatte eine großangelegte Suche im Watt in der Elbmündung bei Brunsbüttel eingeleitet.

Mittlerweile gehen die Ermittler jedoch davon aus, dass sich die Mutter absichtlich abgesetzt hat, um einer Haftstrafe wegen mehrerer Betrugsdelikte zu entgehen.

Dies habe die Frau gegenüber einem Zeugen zugegeben, dem sie zuvor auch verschiedenen Hausrat verkauft habe.

Warten auf einen Haftbefehl

Weiterhin habe die Frau dem Zeugen erklärt, zu Familienangehörigen nach Spanien reisen zu wollen - diese existieren aber nicht, wie sich später herausstellte.

Nun wartet die Polizei auf einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Hanau. Sobald dieser vorläge, werde die Suche durch ein Fahndungskommissariat fortgeführt.

Eine öffentliche Fahndung solle es aber nicht geben - dafür seien ihre Delikte nicht schwerwiegend genug.

Titelfoto: Polizei

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