Hier parkt das Flutlicht für Chemie Leipzig, doch Trainer Demuth tobt

Leipzig - 1373 Kilometer sind es vom englischen Bolton bis zum Alfred-Kunze-Sportpark, der Heimspielstätte der BSG Chemie Leipzig. Diesen Weg legten vier Trucks mit dem Flutlicht für Leutzsch zurück, das für das anstehende DFB-Pokalspiel gegen den SC Paderborn benötigt wird. Doch davor dürfen sich die BSG-Spieler auf eine ordentliche Standpauke ihres Trainers gefasst machen.

Vier englische Trucks stehen seit Samstag im Leutzscher Holz. Am Sonntag wird das geladene Flutlicht aufgebaut, am Montag findet damit ein öffentliches Abschlusstraining statt.
Vier englische Trucks stehen seit Samstag im Leutzscher Holz. Am Sonntag wird das geladene Flutlicht aufgebaut, am Montag findet damit ein öffentliches Abschlusstraining statt.  © Kollektiv Lumen/S. Hoffmann

Am Donnerstag starteten vier Trucks in Bolton bei Manchester ihre Tour nach Leipzig. Jeder der tonnenschweren Fahrzeuge hatte einen 800-Lux-Flutlichtmast geladen. Die Lastwagen durchquerten den Eurotunnel nach Calais (Frankreich) und fuhren dann über die Autobahnen bis in den Leipziger Westen. Dort sind sie am Samstag angekommen.

An selbigem Tag, also am gestrigen Samstag, stand Chemies Generalprobe vor dem Zweitrunden-Spiel gegen Zweitligist SC Paderborn auf dem Programm. Doch Fünftligist BSG kam gegen Aufsteiger VfL Hohenstein-Ernstthal nicht über ein 0:0 aus - der erste Punktverlust nach zehn Ligasiegen in Serie (TAG24 berichtete).

Eben dieses Ergebnis beziehungsweise vielmehr die Art und Weise des torlosen Remis' ärgerte Coach Dietmar Demuth ungemein. "Mit der Einstellung bin ich überhaupt nicht zufrieden", sagte der 63-Jährige nach Abpfiff. "Da war kein Druck, kein Spielwitz, da war überhaupt nichts dabei. Ich hätte von meiner Mannschaft verlangt, dass sie das professionell angeht."

Besonders bitter: Torjäger Kai Druschky, der Chemie mit einem Tor und einer Vorlage in der 1. DFB-Pokalrunde gegen Regensburg (2:1) weitergeschossen hatte, musste nach 54 Minuten nach einem Schlag in die Kniekehle ausgewechselt werden. Demuth: "Der Physio hat gesagt, es ist nicht so schlimm." Ob der 25-Jährige rechtzeitig gegen Paderborn am Dienstag (18.30 Uhr/Sky) fit wird, ist aktuell offen.

Zuvor gibt es ein Schmankerl für die grün-weißen Fans. Das Abschlusstraining am Montag unter englischem Flutlicht ist öffentlich. Ab 18 Uhr werdet Ihr in den Alfred-Kunze-Sportpark gelassen, ab 18.30 Uhr kommen Eure Stars auf den Rasen. Mal schauen, ob Kai Druschky dann schon wieder dabei ist.

War mit dem Auftritt beim 0:0 gegen Aufsteiger VfL Hohenstein-Ernstthal alles andere als zufrieden.
War mit dem Auftritt beim 0:0 gegen Aufsteiger VfL Hohenstein-Ernstthal alles andere als zufrieden.  © Picture Point/K. Dölitzsch

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