Neun-Tore-Drama im Dorf: Chemie Leipzig entgeht Sachsenpokal-Blamage! Jetzt kommt Lok

Trebendorf - Die BSG Chemie Leipzig hat mit Ach und Krach das Viertelfinale im Sachsenpokal erreicht. Der Titelverteidiger gewann am Samstag nach zweieinhalbstündigem Kampf bei Siebtliga-Dorfklub Fortuna Trebendorf 6:3 (5:3; 2:2) nach Verlängerung und holte dabei einen 0:2-Rückstand auf. Marko Trogrlic (26. Minute), Sascha Rode (37.), Daniel Heinze (90.+2 und 102.), Kai Druschky (100.) und Branden Stelmak (116.) waren die Torschützen in Ostsachsen. Mitte Dezember kommt nun der FCL zum Leipziger Fight in den Kunze-Sportpark.

Trainer Dietmar Demuth (r.) zog durch ein 6:3 nach Verlängerung mit Sachsenpokal-Titelverteidiger Chemie Leipzig bei Fortuna Trebendorf ins Viertelfinale ein und trifft dort jetzt auf Rivale 1. FC Lok. (Archivbild)
Trainer Dietmar Demuth (r.) zog durch ein 6:3 nach Verlängerung mit Sachsenpokal-Titelverteidiger Chemie Leipzig bei Fortuna Trebendorf ins Viertelfinale ein und trifft dort jetzt auf Rivale 1. FC Lok. (Archivbild)  © BSG Chemie Leipzig/Christian Donner

Nach zehn Siegen aus den ersten zehn Ligaspielen zog Absteiger BSG seiner Konkurrenz in der Oberliga NOFV-Süd schnell davon. Doch zuletzt gab es drei Partien ohne Dreier, wodurch der Vorsprung auf Verfolger Luckenwalde auf zwei Punkte schmolz. Zwischenzeitlich folgte auch das 0:3 im DFB-Pokal gegen Paderborn (TAG24 berichtete).

Und auch im Sachsenpokal-Viertelfinale im ostsächsischen Trebendorf sah zunächst gar nichts gut aus. Die Fortuna führte durch die Treffer von Sebastian Schönlebe (17./Elfmeter) und des erst 17-jährigen Kevin Adamowicz (23.) schnell mit 2:0.

Noch vor der Halbzeit holte Chemie den Rückstand jedoch auf und stellte den Spielstand durch Marko Trogrlic (26./Elfmeter) und Sascha Rode (37.) auf 2:2-Unentschieden.

Der Oberligist hatte nun den psychologischen Vorteil, ging 20 Minuten vor dem Ende jedoch wieder in Rückstand: Andrii Kuznietsov erzielte das umjubelte 3:2 (70.).

Bis in die Nachspielzeit blieb es beim blamablen 2:3 beim Landesklasse-Ost-Schlusslicht Trebendorf. Doch dann schlug der eingewechselte Daniel Heinze zu und schoss die BSG mit dem 3:3 in die Verlängerung (90.+2). Noch vor Abpfiff der regulären Spielzeit sah Fortunas Artur Spraski die Rote Karte.

Doch der Titelverteidiger hatte ja noch seinen (DFB-)Pokalhelden auf dem Platz: Kai Druschky traf in der 100. Minute zum 4:3 für den Favoriten. Nur zwei Zeigerumdrehungen später war es wieder Heinze, der in Überzahl und vom Strafpunkt alles klar machte (102.). In der zweiten Halbzeit der Verlängerung trug sich auch Branden Stelmak in die Torschützenliste ein - 6:3 (116.).

Chemie kämpft sich ins Pokalderby gegen Lok Leipzig

Durch die gerade noch abgewendete Niederlage in Trebendorf schafft es die BSG Chemie ins brisante Stadtderby gegen den 1. FC Lok.

Am 15. Dezember (12.30 Uhr) treten die Probstheidaer nun im Kampf ums Halbfinale im Alfred-Kunze-Sportpark an.

Mehr zum Thema Sachsen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0