Chemie Leipzig: Bengalo-Show beim Abschlusstraining vor DFB-Pokal

Leipzig - Er war der Pokalheld in der ersten DFB-Pokalrunde gegen Jahn Regensburg, verhalf seiner BSG Chemie Leipzig mit einem Tor und einer Vorlage zur Sensation. Am Montag stand Pokalheld Kai Druschky (25) zur Freude der über 1000 Chemie-Fans beim Abschlusstraining auf dem Feld - und scheint fit für Dienstag!

BSG-Physiotherapeut Alireza Hamzehian (l.) kümmerte sich am Samstag um Kai Druschkys linkes Bein. Beim Abschlusstraining am Montag stand er schon wieder auf dem Platz, einem Einsatz steht wohl nichts im Wege.
BSG-Physiotherapeut Alireza Hamzehian (l.) kümmerte sich am Samstag um Kai Druschkys linkes Bein. Beim Abschlusstraining am Montag stand er schon wieder auf dem Platz, einem Einsatz steht wohl nichts im Wege.  © Picture Point/R. Petzsche

Unter tosendem Jubel und unter Begleitung zahlreicher Bengalos betraten die Kicker von Oberliga-Spitzenreiter Chemie Leipzig am Montagabend den hell erleuchteten Rasen im Leutzscher Alfred-Kunze-Sportpark.

Der Verein hatte sich etwas Besonderes einfallen lassen und lud seine Anhänger zum Abschlusstraining unter dem am Sonntag aufgebauten Leih-Flutlicht ein (TAG24 berichtete). Und die zahlten es mit einer lautstarken Choreo zurück.

Glücklicherweise schnürte auch Torjäger Kai Druschky wieder seine Fußballschuhe. Bei der Generalprobe in der Liga gegen Hohenstein-Ernstthal (0:0) hatte er einen Schlag in die Kniekehle bekommen, musste nach 54 Minuten ausgewechselt werden. Für das Spiel am heutigen Dienstag (18.30 Uhr/Sky) gegen Zweitligist SC Paderborn gibt es also berechtigte Hoffnung, dass der Pokalheld der ersten DFB-Pokalrunde auch in der zweiten zu einem werden könnte.

Schon Wochen zuvor war das Duell mit dem SCP Thema in der Kabine. Und obwohl Druschky im Gespräch mit TAG24 sagt, der DFB-Pokal sei nur "Bonus", will man im Leutzscher Holz natürlich gern den nächsten Favoriten schlagen.

SCP-Coach Baumgart wird zum Spitzel

Als die Mannschaft den Rasen beim Abschlusstraining betrat, zündeten zahlreiche Chemiker Bengalos.
Als die Mannschaft den Rasen beim Abschlusstraining betrat, zündeten zahlreiche Chemiker Bengalos.

Der SC Paderborn ist im AKS freilich unter Zugzwang. Die Ostwestfalen müssen, Chemie Leipzig möchte gewinnen.

Damit der Zweitligist seiner Favoritenrolle auch gerecht wird, setzte sich dessen Trainer Steffen Baumgart (46) zweimal höchstpersönlich ins Auto und fuhr die rund 340 Kilometer nach Leutzsch - zuletzt beim 4:1 im Sachsenpokal gegen Blau-Weiß Leipzig. Gegnerbeobachtung war das Stichwort. Baumgarts Resümee? "Chemie ist nicht nur gut in die Saison gestartet, sie spielt auch kompakt und hat gute Fußballer in ihren Reihen."

In der 2. Bundesliga liegen die Gäste mit 17 Punkten aus elf Partien auf dem siebten Tabellenplatz. Dort sind sie auch seit vier Spielen ungeschlagen, schwächelten beim 3:3 gegen Kellerkind Sandhausen am Samstag jedoch.

In der 1. DFB-Pokalrunde setzte sich der SCP im Zweitligaduell gegen Ingolstadt mit 2:1 durch, Chemie gewann mit gleichem Ergebnis gegen Regensburg. In der letzten Saison schaffte es das Baumgart-Team überraschend bis ins Viertelfinale, scheiterte erst gegen den FC Bayern mit 0:6.

Rund 500 Fans aus Paderborn werden ihr Team in Leipzig unterstützen. Die Begegnung unter den Blicken von 4999 Zuschauern ist seit Wochen restlos ausverkauft. Alles ist bereit für das erste Flutlichtspiel in der Geschichte des Alfred-Kunze-Sportparks. Und für die nächste grün-weiße Pokalsensation samt einer Achtelfinalprämie in Höhe von 664.000 Euro.

Paderborns Trainer Steffen Baumgart beobachtete den Pokalgegner zweimal höchstpersönlich im Alfred-Kunze-Sportpark.
Paderborns Trainer Steffen Baumgart beobachtete den Pokalgegner zweimal höchstpersönlich im Alfred-Kunze-Sportpark.  © Picture Point/G. Krieg

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