Forderung der Stadt! Chemie Leipzig soll Gebäude abreißen

Leipzig - Fußball-Fünftligist BSG Chemie Leipzig steckt gerade mitten im Aufstiegsrennen in der Oberliga NOFV-Süd. Doch Forderungen im Zuge der Sanierung des heimischen Alfred-Kunze-Sportparks sorgen an anderer Stelle für viel Gesprächsbedarf.

Chemie-Präsident Frank Kühne hat aktuell viel Bürokratie auf dem Schreibtisch liegen.
Chemie-Präsident Frank Kühne hat aktuell viel Bürokratie auf dem Schreibtisch liegen.  © Picture Point

Zunächst klärte die BSG seine Fans über die aktuelle Situation auf der Holztribüne auf, die noch immer nicht voll besetzt worden ist. "Derzeit dürfen wir leider noch immer nur 200 Fans darauf lassen", erklärte der Verein. Grund seien Forderungen der Ämter, darunter auch eine sehr kostspielige Brandmeldeanlage und weitere Stabilisierungsarbeiten, die sich auf weitere 40.000 Euro belaufen sollen. Die Maßnahmen seien unumgänglich, die Gelder seitens der Gremien aber bereits freigegeben.

Ein großes Problem gibt es mit dem Dusch- und Kabinentrakt für den Nachwuchs. Der sogenannte "Fuchsbau" sollte nach und nach modernisiert werden, so der Plan. Kabinen, Trainer- und Schiedsrichterraum wurden bereits saniert, nun sollten neue Duschen und Toiletten an der Stirnseite folgen.

Aber: Die Stadt Leipzig fordert nun, das Gebäude gänzlich abzureißen. "An seine Stelle sollen die Container rücken, die derzeit noch hinter der Tribüne und auf dem Parkplatz an der Geschäftsstelle aufgestapelt sind." Die BSG stellt sich nun die Frage, wo sich die Kinder nach einem möglichen Abriss ohne Zeitverzug umziehen sollen. Aktuell würden bereits Gespräche mit Vertretern der Stadt laufen.

Flutlicht und Kunstrasen

Der "Fuchsbau", Kabinen- und Duschtrakt der Nachwuchsmannschaften, soll auf Forderung der Stadt abgerissen werden.
Der "Fuchsbau", Kabinen- und Duschtrakt der Nachwuchsmannschaften, soll auf Forderung der Stadt abgerissen werden.  © BSG Chemie Leipzig

150.000 Euro konnte Chemie bereits für den Bau einer Flutlichtanlage zusammentragen. Dies bewertete der Fünftligist als "wirklich großartig".

Unklar ist, wie teuer der Neubau wird. Gutachten müssen mithilfe eines Planers erstellt werden. Ein Grundgutachten soll zunächst klären, ob die künftigen Masten innerhalb oder außerhalb des AKS platziert werden.

Die BSG will zudem hinter dem Norddamm zwei neue, moderne Kunstrasenplätze errichten. Die 2018 bei der Stadt gestellten Förderanträge sollten auf deren Bitte in das aktuelle Jahr überführt werden. Nun wartet der Verein auf eine positive Rückmeldung.

Chemies nächstes Ligaspiel findet erst am 5. Mai statt, wenn die BSG ab 14 Uhr zu Gast beim VfL Hohenstein-Ernstthal ist.

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