Chemie Leipzig im zweiten Ligaspiel wieder ungeschlagen, wieder torlos

Leipzig - Wieder nur 'ne Nullnummer! Zum Heimspielauftakt in die Regionalliga Nordost hat Wiederaufsteiger Chemie Leipzig einen Dreier trotz einiger guter Chancen verpasst. Die BSG trennte sich am Mittwochabend vor 3237 Zuschauern im Alfred-Kunze-Sportpark von Viktoria Berlin 0:0 und ist nach zwei Spieltagen weiter ungeschlagen.

Hatte die beste Chance in der ersten Halbzeit: Chemie Leipzigs Alexander Bury (r., hier gegen Viktoria Berlins Marcus Hoffmann).
Hatte die beste Chance in der ersten Halbzeit: Chemie Leipzigs Alexander Bury (r., hier gegen Viktoria Berlins Marcus Hoffmann).  © Picture Point/R. Petzsche

Erstmals in einem Heimspiel kehrte Neuzugang Benjamin Bellot zurück in den chemischen Kasten. Bereits von 2004 bis 2009 hielt der heute 29-Jährige den Kasten sauber, nach Stationen bei Stadtrivale RB und Bröndby in Dänemark ist der Keeper nun wieder in Leutzsch, verdrängte prompt Stammkraft Julien Latendresse-Levesque aus dem Kasten. Klappte beim 0:0 in Nordhausen am Samstag schon ganz gut.

Mit der exakt gleichen Startelf schickte Trainer Miroslav Jagatic seine BSG zum Heimspiel-Auftakt auf den AKS-Rasen, Tomas Petracek agierte als einzige Spitze.

Getrieben von den lautstarken Fans konnte Chemie zunächst noch nicht für die ganz großen Chancen sorgen. Aber auch die Gäste aus der Bundeshauptstadt taten sich zu Beginn noch schwer, überließen dem Gegner das Spiel und lauerten auf Konter.

Gefährlich nach vorn ging es für die Hausherren nach gut 25 Minuten: Bei einem Gegenstoß landete der Ball bei Alexander Bury, der in gewohnter Manier von links knapp im Strafraum abzog - sein Versuch ging knapp am langen Pfosten vorbei (25.).

Dann wurde es auch etwas ruppiger. Florian Schmidt wurde an der Seitenlinie von Pardis Fardjad-Azad gefoult, der dafür Gelb sah (26.). Für Schmidt ging es zunächst weiter, doch zehn Minuten später wurde er doch ausgewechselt, Max Keßler kam. Aus Angst vor einem Platzverweis nahm Viktoria-Coach Benedetto Muzzicato auch Fardjad-Azad runter, brachte Nick Scharkowski.

Mit 0:0 ging es in die Kabinen.

Petracek verpasst schnelle Führung - Chemie hält Viktorias Druck stand

Der eingewechselte Max Keßler und Yannis Becker kämpfen weit über dem Rasen um den Ball.
Der eingewechselte Max Keßler und Yannis Becker kämpfen weit über dem Rasen um den Ball.  © Picture Point/R. Petzsche

Direkt nach Wiederbeginn gab's die dicke, dicke Möglichkeit für die BSG zur Führung! Petracek versuchte es mit einem gefühlvollen Heber, doch der Ball klatschte nur an die Latte (46.).

Bellot wurde auch mal geprüft, doch Scharkowskis zentraler Flachschuss stellte für ihn kein Problem dar (60.). Der Mittelstürmer war kurz danach noch mal im Fokus, an einen Schuss kam er mit der Hacke, doch Bellot war auf dem Posten (64.).

Etwa eine Viertelstunde vor dem Ende kam Kai Druschky für Sturmpartner Petracek, der aber auch nichts mehr ausrichten konnte.

Die himmelblaue Viktoria drückte bis zum Ende ordentlich in Richtung gegnerisches Tor, aber auch für sie sollte sich der Aufwand nicht mehr bezahlt machen. Burys Versuch in der 83. Minute war der letzte Höhepunkt der Partie.

Für Jagatics Jungs steht nach der ersten Englischen Woche schon am Samstag die nächste Partie im Kalender. Dann kommt der SV Babelsberg nach Leipzig, Anstoß im AKS ist 13.30 Uhr.

An Kabaretist Manfred "Manne" Uhlig und Chemies ehemaligem Schatzmeister Siegfried Klose wurde in einer Trauerminute gedacht.
An Kabaretist Manfred "Manne" Uhlig und Chemies ehemaligem Schatzmeister Siegfried Klose wurde in einer Trauerminute gedacht.  © Picture Point/R. Petzsche

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