Finanzbuchhalterin mauste dem Chef 24.000 Euro

Finanzbuchhalterin Susan S. (38) tilgte Kredite mit dem Geld ihres Arbeitgebers.
Finanzbuchhalterin Susan S. (38) tilgte Kredite mit dem Geld ihres Arbeitgebers.

Von Steffi Suhr

Pirna - Dreist! Buchhalterin Susan S. (38) griff ihrem Arbeitgeber kräftig in die Kasse. Am Mittwoch war Prozess am Amtsgericht Pirna, weil sie 24.000 Euro einsackte.

Als Finanzbuchhalterin führte Susan S. in einer Kunststoff-Fabrik in Königstein auch die Handkasse. „Der Chef brachte dafür regelmäßig Bargeld. Das buchte ich aber nicht in den Büchern“, gab die Angeklagte unumwunden zu.

Stattdessen: „Ich nahm mir davon immer was weg.“

So veruntreute die zweifache Mutter in sieben Monaten 24.000 Euro!

„Wir hatten Mietschulden von 6.000 Euro und eine Schlussrate vom Auto über 5.000 Euro zu zahlen. Dafür nahm ich das Geld. Zu Hause bin ich für die Finanzen zuständig. Mein Mann wusste von nichts“, so Susan S. kleinlaut.

Der Schwindel der Frau fiel erst auf, als sie schon nicht mehr in der Firma arbeitete.
Der Schwindel der Frau fiel erst auf, als sie schon nicht mehr in der Firma arbeitete.

Der Schwindel flog erst auf, als die Kassiererin nicht mehr in der Firma arbeitete. Ihre Stelle wurde wegrationalisiert, ihr Vertrag aufgehoben. Prompt versuchte Susan S., ihren Ex-Arbeitgeber auf eine Abfindung zu verklagen!

„Ich habe aber dann darauf verzichtet“, sagte Susan. Logisch. Inzwischen war die Unterschlagung durch eine gründliche Kassenbuchprüfung bekannt geworden ...

Dennoch hatte Susan S. am Mittwoch Glück: Die Firma nimmt sie nicht in Regress. Susan S. war nicht vorbestraft, hat sich entschuldigt.

Das milde Urteil: ein Jahr Haft, ausgesetzt auf drei Jahre Bewährung. Und sie muss an ihren Ex-Arbeitgeber 7.200 Euro Schadensersatz zahlen.

Fotos: Ove Landgraf


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