Mysteriöser Vorfall: Buckelwal mitten im Dschungel gefunden!

Marajo (Brasilien) - Was jetzt im brasilianischen Dschungel entdeckt wurde, stellt selbst Forscher vor ein Rätsel. Die Bilder gehen gerade um die Welt.

Biologen untersuchen einen toten Buckelwal.
Biologen untersuchen einen toten Buckelwal.  © instagram/ bicho_dagua

Für die lokalen Behörden auf der Insel Marajo im Norden Brasiliens muss es ein absoluter Schock gewesen sein, als man plötzlich auf ein riesiges Meerestier stieß.

Der elf Meter lange und sechs Meter breite Buckelwal wurde am vergangenen Freitag in den örtlichen Mangrovenwäldern der Insel gefunden - weit weg, von seinem natürlichen Lebensraum, dem Meer.

Wie The SUN berichtet, war man auf das Tier aufmerksam geworden, als man mehrere Geier über dem Gebiet kreisen sah.

Die zehn Biologen von "NGO Bicho D’agua" teilten laut Yahoo 7 News mit, dass sie völlig verblüfft darüber sind, einen Wal, in der Wintersaison im Amazonas-Dschungel zu finden. Bei dem Tier soll es sich um ein etwa zwölf Monate altes Kalb handeln.

Renata Emin, der Leiter des Projekts vermutet, dass der Fund etwas mit den starken Flutwellen zu tun hat, die die Gegend in den letzten Wochen überschwemmten. Dabei wurde der Buckelwal, was sich wahrscheinlich gerade in der Nähe des Ufers aufhielt, offenbare von der Welle erfasst und ins Landesinnere gespült.

Das Kalb liegt mitten im brasilianischen Dschungel.
Das Kalb liegt mitten im brasilianischen Dschungel.  © instagram/ bicho_dagua

Doch noch ein weiterer Fakt, lässt die Experten rätseln:

So erklärt Emin weiter, dass es unnormal ist, dass Buckelwale in den Norden reisen. Deswegen ist es möglich, dass das Kalb von seiner Familie getrennt wurde und orientierungslos umherirrte.

Sonst begeben sich Buckelwale nur im Sommer in das Amazonas-Becken.

Eine weitere Theorie laut "Maritime Herald" ist, dass der Buckelwal auf der Suche nach Nahrung nah an den Strand heranschwamm, dort treibendes Plastik verschluckte und deshalb jämmerlich verendete.

Um den Grund für die mysteriöse Strandung im Dschungel herauszufinden, entnahmen die Forscher des städtischen Sekretariats für Gesundheit, Hygiene und Umwelt (Semma) mehrere Proben vom Körper des Wals, bevor dieser zu verrottet ist. Am Körper des Kalbs konnte man bei einer ersten Untersuchung keinerlei Verletzungen feststellen.

Als Gerüchte um ein Meerestier im Dschungel die Runde machten, war es für die Biologen ein Wettlauf um die Zeit. Beim ersten Versuch, den Wal zu finden, scheiterten sie zunächst. Erst beim zweiten Anlauf, konnte man das große Tier finden und sezieren.

Titelfoto: instagram/ bicho_dagua

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