Bürger gewinnen den Kampf gegen Kiesgruben

Riesiger Protest: Gegen den Kiesabbau ging „Pro Natur“ 2008 mit knapp 1 000 Menschen auf die Straße.
Riesiger Protest: Gegen den Kiesabbau ging „Pro Natur“ 2008 mit knapp 1 000 Menschen auf die Straße.

Von Doreen Grasselt

Zwickau - Die Schneppendorfer haben „Heidi“ und „Susi“ jetzt endgültig aus der Gemeinde verjagt. Nach jahrelangem Kampf sind diese beiden Kiesabbaufelder vom Tisch!

Wie Radio Zwickau berichtet, tauchen die Flächen im Entwurf des Regionalplanes nicht mehr auf. Die Schneppendorfer Bürgerinitiative (BI) „Pro Natur“ kämpft seit 2008 gegen die riesigen Kiesgruben (220 Fußballfelder), die die Sandwerke Biesern rings um den Ortsteil herum geplant haben.

Michael Sawade (56) von „Pro Natur“ schimpfte schon damals: „Wir haben das alles hintenrum erfahren. Die Leute fühlen sich veräppelt.“ Mehr als 1500 Einzeleinsprüche sind bei der Landesdirektion eingegangen. Erste Erfolge gab‘s im Mai 2012 als das Freiberger Oberbergamt den Sandwerken Biesern die Bergrechte entzogen hatte.

Unterstützung für die BI kam auch von der Stadt. Der Stadtrat hat dem Kiesabbau eine Absage erteilt. Allerdings müssen die Schneppendorfer weiterhin damit rechnen, dass ihnen ein Industriegebiet vor die Nase gesetzt wird. Geplant ist ein sogenannter „Vorsorgestandort“ für Industrie und Gewerbe im Norden des Ortes.

In Schneppendorf sollten die 220 Fußballfelder großen Kiesabbaugebiete „Susi und Heidi" entstehen. Die Pläne sind jetzt vom Tisch.
In Schneppendorf sollten die 220 Fußballfelder großen Kiesabbaugebiete „Susi und Heidi" entstehen. Die Pläne sind jetzt vom Tisch.

Fotos: Christof Heyden


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