Bürger schulden Städten und Kreisen Millionen

Die Kämmerer im ganzen Land stöhnen: Um an ihr Geld zu kommen, können sie nur Raten-Rückzahlungen vereinbaren oder Pfändungen und Zwangsvollstreckungen einleiten.
Die Kämmerer im ganzen Land stöhnen: Um an ihr Geld zu kommen, können sie nur Raten-Rückzahlungen vereinbaren oder Pfändungen und Zwangsvollstreckungen einleiten.

Leipzig - Die Sachsen stehen bei Landkreisen und kreisfreien Städten mit Millionen Euro in der Kreide. Zum Jahreswechsel zählte allein der Erzgebirgskreis 27,3 Millionen Euro Außenstände.

Rund die Hälfte des Geldes stellen Rückforderungen von zu viel gezahlten Jobcenter-Leistungen dar, so das Landratsamt in Annaberg-Buchholz. Von den gut 4,3 Millionen Euro, die an Unterhaltsvorschüssen an minderjährige Kinder Alleinerziehender gezahlt wurden, konnten nur 18,8 Prozent von den zum Unterhalt verpflichteten Elternteilen wieder eingezogen werden.

26 Millionen Euro schuldeten die Bewohner des Landkreises Bautzen den öffentlichen Kassen. Auch hier sind es zu viel bezogene Sozialleistungen sowie Unterhaltsvorschüsse, die allein 66 Prozent der ausstehenden Forderungen ausmachen. Dresden „fehlten“ 150 Millionen Euro.

Zu den größten Posten zählten dabei ausstehende Gewerbesteuern. Und auch in Dresden gehören säumige Unterhaltsverpflichtete zu den Schuldnern. Für minderjährige Kinder wurden fast 6,9 Millionen Euro als Unterhaltsvorschuss bezahlt. Die Rückholquote lag bei 16,4 Prozent. Das entspricht einer Einnahme von 1,1 Millionen Euro.

Die Kämmerer im ganzen Land stöhnen: Um an ihr Geld zu kommen, können sie nur Raten-Rückzahlungen vereinbaren oder Pfändungen und Zwangsvollstreckungen einleiten. Private Inkassobüros schalten sie jedoch nicht ein.

Fotos: imago


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