Bürgermeister will neue Schule auf der Cocker-Wiese

Joe Cocker gab hier 1988 ein großes Konzert. Nach ihm ist der Teil der Wise benannt.
Joe Cocker gab hier 1988 ein großes Konzert. Nach ihm ist der Teil der Wise benannt.

Dresden - Einst sang Joe Cocker auf der grünen Wiese am Hygiene-Museum. Künftig könnten Oberschüler auf der inoffiziellen Joe-Cocker-Wiese lernen. Das schlägt zumindest Bildungsbürgermeister Hartmut Vorjohann (53, CDU) im gestern vorgelegten Schulnetzplan vor und plant eine Bebauung der Wiese.

"Durch zahlreiche Wohnbauprojekte haben wir eine erhöhte Nachfrage in der Altstadt", so Schulamtsleiter Falk Schmidtgen (51) zur Begründung.

Der Bildungsbürgermeister und er schlagen deshalb vor, die 101. Oberschule "Johannes Gutenberg" aus der Johannstadt in Richtung Cockerwiese umzusiedeln. Am alten Standort der Oberschule könnte ein vierzügiges Gymnasium gegründet werden.

Generell reagiert die Verwaltung mit zwölf neu gegründeten Schulen bis zum Schuljahr 2021/22. "Hauptgründe sind die hohen Geburtenzahlen und der anhaltende Zuzug aus nah und fern", so Vorjohann. Allein dieses Schuljahr wurden 800 Grundschüler mehr eingeschult als im Vorjahr. Nächstes Jahr sollen es "nur" noch 600 zusätzliche Grundschüler sein.

Erst mal vom Tisch ist die Idee für eine Schule in der ehemaligen Staatsoperette in Leuben. Als Favoritenstandort für das potenzielle Gymnasium Seidnitz gilt jetzt die Fläche neben der Margon-Arena an der Bodenbacher Straße.

Linke, SPD und Grüne bemängelten gestern fehlende Gymnasien für Prohlis und Gorbitz und fehlende Oberschulen. Viel Stoff für eine politische Debatte. Frühestens im November soll der Plan im Stadtrat verabschiedet werden.


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