Schwangere Kuh büxt aus und soll dafür sterben: Das ist der Grund

Kopilowtsi (Bulgarien) - Es ist eine Geschichte, die Tierschützer auf die Palme bringen dürfte. Eine trächtige Kuh soll sterben, weil sie unerlaubterweise die Grenze zwischen Bulgarien und Serbien überquert hat.

Ein illegaler Grenzübertritt könnte einer Kuh aus Bulgarien zum Verhängnis werden. (Symbolbild)
Ein illegaler Grenzübertritt könnte einer Kuh aus Bulgarien zum Verhängnis werden. (Symbolbild)  © 123RF

Das Tier namens Penka hatte sich vor etwa zwei Wochen von seiner Herde getrennt und war ins Nicht-EU-Land Serbien ausgerissen, wie der "Stern" unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP berichtet.

Dort war die Kuh von einem Landwirt entdeckt und anhand ihrer Markierung als bulgarisches Tier identifiziert worden. Penka sei daraufhin wieder ihrem Besitzer übergeben worden.

Allerdings ist das eigentlich illegal. Denn laut EU-Regeln ist es untersagt, ein Tier von einem Nicht-EU-Land in die Europäische Union zurückzuführen. Deshalb hätten bulgarische Behörden die sofortige Tötung der Kuh angeordnet, heißt es weiter.

"Wir setzen nur europäische Regeln um", wird der örtliche Tierarzt Ljubomir Ljubomirow zitiert. Penka muss wohl also sterben, und das obwohl sie nicht nur kerngesund, sondern auch im sechsten Monat schwanger ist.

Aus dem ganzen Land gingen Gnadenappelle ein, um das Leben des Tieres zu retten. Ob Penka wirklich weiterleben darf, muss allerdings bezweifelt werden.