In letzter Minute! Feuerwehr rettet sächsische Gemeinde vor Flammen-Hölle

Bulleritz - Kaum bleibt der Regen aus, schon lodern die Flammen: Bei rekordverdächtigen Temperaturen erlebten Sachsens Feuerwehrleute am Sonntag ihren bisher wohl schwersten Einsatztag des Jahres. Mehrere Großbrände trieben Hunderte Einsatzkräfte bis an die Erschöpfungsgrenze - und darüber hinaus. Besonders dramatisch war die Lage in Bulleritz bei Schwepnitz.

Das Feuer breitete sich bis direkt an die Ortsgrenze von Bulleritz aus.
Das Feuer breitete sich bis direkt an die Ortsgrenze von Bulleritz aus.  © Lausitznews / Toni Lehder

Vermutlich bei Mäharbeiten war dort ein Brand auf einem Feld ausgebrochen.

Bei staubtrockenem Boden, besonders angefacht von starkem Wind, breiteten sich die Flammen sofort aus.

Gegen 15.30 Uhr ging der Notruf bei der Feuerwehr ein.

"Für die ersten Kräfte war es nicht möglich, den Brand unter Kontrolle zu bekommen", erklärt Einsatzleiter René Wagner (36), stellvertretender Wehrleiter der Feuerwehr Schwepnitz.

Der Brand, der sich sternförmig ausdehnte, entwickelte eine ungeheure Dynamik: "Er bereitete sich in rasender Geschwindigkeit in Richtung Ortslage Bulleritz aus."

Mehr als 100 Kameraden wurden alarmiert und kämpften bis zur Erschöpfung gegen die Feuersbrunst an.

Ein Kampf gegen die Zeit, erklärt der Einsatzleiter: "An der Grundstücksgrenze der ersten Bewohner haben wir den Brand unter Kontrolle gekriegt. Die ersten Koniferen waren schon angesengt!" Entwarnung buchstäblich im letzten Augenblick! "Noch fünf Minuten und wir hätten Katastrophen-Voralarm auslösen müssen."

Denn dann hätten die ersten Häuser in Flammen gestanden. So lange wollten die meisten Betroffenen nicht warten, berichtet Wagner: "Anwohner hatten schon die wichtigsten Sachen gepackt und waren geflohen."

Bange Stunden bei Bulleritz: Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen.
Bange Stunden bei Bulleritz: Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen.  © Xcitepress / Rico Löb

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