Darum ist "Bumblebee" der bisher beste Film der "Transformers"-Reihe!

Berlin - Hätte er das Ruder nicht früher von Michael Bay (Bad Boys 1+2, Pain & Gain, Armageddon) übernehmen können? Regisseur Travis Knight (Kubo - Der tapfere Samurai) hat direkt bei seinem ersten Anlauf mit "Bumblebee" einen besseren "Transformers"-Film geschaffen, als Bay bei seinen fünf Werken.

Action satt: Autobot Bumblebee muss sich sowohl gegen die bösen Decepticons behaupten, als auch gegen Agenten der US-Regierung.
Action satt: Autobot Bumblebee muss sich sowohl gegen die bösen Decepticons behaupten, als auch gegen Agenten der US-Regierung.  © PR/Hasbro

Dabei beginnt auch das Spin-off gewohnt actionlastig. Auf Cybertron bekämpfen die bösen Decepticons die guten Autobots und stehen kurz vor dem Sieg.

Autobot-Anführer Optimus Prime entsendet Bumblebee deshalb auf die Erde im Jahr 1987, damit er den Planeten beschützt. Hier wollen sich die in alle Richtung verstreuten Autobots bald eine neue Heimat aufbauen.

Bumblebee landet jedoch unglücklicherweise in einem Wald, wo Agent Jack Burns (John Cena) mit seinen Männern gerade eine militärische Übung durchführt.

Sie verfolgen Bumblebee, der flieht, obwohl er sie locker besiegen könnte. Als ein Decepticon ihn jedoch findet und angreift, muss er sich zur Wehr setzen. Nur knapp behält er die Oberhand und taucht danach als gelber Auto-Käfer auf einem Schrottplatz unter.

Dort findet ihn die rebellische Charlie (Hailee Steinfeld) und entdeckt bald, was Bumblebee wirklich ist...

Charlie (Hailee Steinfeld) und Bumblebee (r.).
Charlie (Hailee Steinfeld) und Bumblebee (r.).  © PR/Hasbro

Diese Geschichte ist überraschend gut umgesetzt, weil Knight auf das wert legt, das Bay überhaupt nicht wichtig war: Eine Story mit Substanz, authentischen Figuren mit Hintergrund und eine erstklassige Balance aus rasanten Action-Sequenzen und ruhigen Szenen.

Diese Mischung ist natürlich deutlich effektiver, als Bays ausufernde, ermüdende und immer gleich ablaufende Schlachten.

Denn dank des guten Drehbuchs von Christina Hodson (Shut In, Unforgettable) fühlen die Zuschauer sowohl mit Bumblebee, als auch mit der tiefgründig dargestellten Charlie und den interessanten Nebenfiguren mit, weil man ihre Motive und Handlungen nachvollziehen kann und deshalb mit ihnen mitfiebert.

Die Familienprobleme und die Widerstände, gegen die Charlie immer wieder ankämpfen muss, sorgen in Verbindung mit den abwechslungsreich gestalteten Kämpfen für eine hohe Spannungskurve und ein ausgewogenes Erzähltempo.

Diese Mischung zu finden, ist eine schwierige Aufgabe, die Knight und sein Team mit Bravour gemeistert haben.

Charlie (Hailee Steinfeld) und ihr guter Freund Memo (Jorge Lendeborg Jr.) müssen erst einmal realisieren, was passiert.
Charlie (Hailee Steinfeld) und ihr guter Freund Memo (Jorge Lendeborg Jr.) müssen erst einmal realisieren, was passiert.  © PR/Hasbro

Auch deshalb ist der Film durchgehend unterhaltsam, kurzweilig, packend, spannend und mitunter auch richtig witzig und berührend.

Deshalb verfliegen die 113 Minuten geradezu. Denn neben all diesen Stärken werden auch noch einige offene Fragen zu den "Transformers" beantwortet. Des Weiteren überzeugt das neue Design der Hasbro-Figuren.

Außerdem schlägt sich Hailee Steinfeld als rebellische Charlie hervorragend und trägt den Film als menschliche Identifikationsfigur im Alleingang. Sie hat mit einem weitgehend unbekannten, aber gut agierenden Cast Darsteller an die Seite gestellt bekommen, die ihr die Bälle gut zuspielen und sie klasse einsetzen.

Zusätzlich sind auch die dynamische Kameraführung, die detailreichen Locations, die gefühlvolle Musikuntermalung, die aufwendigen Spezialeffekte, die stark choreografierten Kämpfe, und die erstklassige Ausstattung Stärken des Films.

"Bumblebee" ist mit Abstand das beste Werk aus der "Transformers"-Reihe, weil er die Stärken eines großen Blockbusters (Action, Spezialeffekte, Budget) mit denen eines kleinen Independent-Films (Drehbuch, Geschichte, Charakterdarstellung) verbindet und so einen gut ausgewogenen Film erschafft, bei dem die Zuschauer von den Figuren emotional mitgerissen werden.

Bumblebee wird von Agent Jack Burns (vorne, John Cena) und dessen Leuten umstellt.
Bumblebee wird von Agent Jack Burns (vorne, John Cena) und dessen Leuten umstellt.  © PR/Hasbro

Titelfoto: PR/Hasbro

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