Prügel, fliegende Zähne, Flaschen-Attacken: Auf Bayerns Bahnhöfen ging es rabiat zu

Nürnberg/Röthenbach/Augsburg - Auf Bayerns Bahnhöfen hatten die Beamten an diesem Wochenende jede Menge zu tun.

Wegen zahlreicher Prügeleien mussten die Beamten gleich mehrmals ausrücken. (Symbolbild)
Wegen zahlreicher Prügeleien mussten die Beamten gleich mehrmals ausrücken. (Symbolbild)  © 123RF/Felix Renaud

Innerhalb weniger Stunden musste die Polizei in Nürnberg in der Nacht von Samstag auf Sonntag gleich mehrmals ausrücken.

Ein 28-jährige Eritreer und ein 37-jähriger Rumäne mussten in der Haupthalle des Bahnhofs voneinander getrennt werden. Die gerieten in einen handfesten Streit, bei dem im Vorfeld der Ostafrikaner seinem Kontrahenten eine Bierflasche auf den Kopf geschlagen hatte. Dies zeigte die Videoauswertung. Nun wird unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Gegen Mitternacht konnte sich ein junger Mann gegenüber den Beamten nicht ausweisen und wurde zur Dienststelle gebracht. Als er plötzlich versuchte, gegen den Kopf eines Beamten zu schlagen, sich mehrfach loszureißen und aufs Gröbste zu beleidigen, wurde auch er ein Fall für die Ermittlungsakten.

In einer Diskothek im Hauptbahnhof wurde es zwischen einem 21- und einem 32-jährigen Deutschen rabiat. Während des Streits schlug der ältere der beiden dem jüngeren einen Zahn aus. Beide hatten rund ein Promille Alkohol im Blut. Ähnlich erging es einem 19-Jährigen, der kurze Zeit später mit einem ebenfalls 32-Jährigen in Streit geriet. Auch hier fackelte der Ältere nicht lange und verpasste seinem Widersacher mit einem Kopfstoß eine "erheblich blutende Gesichtsverletzungen", wie es in der Polizeimeldung heißt.

Blutig wurde es noch einmal gegen halb sieben auf der Galerie des Nürnberger Hauptbahnhofs. Ein 25-jähriger Deutscher schlug dabei einem 47-jährigen Rumänen derart eine Bierflasche ins Gesicht, dass dieser eine blutende Wunde längs über die linke Gesichtshälfte hatte. Der Beschuldigte hatte fast 1,8 Promille.

Mit Freunden im Rücken einem Kontrahenten aufgelauert

Die Beamten hatten an diesem Wochenende alle Hände voll zu tun. (Symbolbild)
Die Beamten hatten an diesem Wochenende alle Hände voll zu tun. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

Weniger sanft ging es auch auf dem Augsburger Hauptbahnhof zu. Aggressive Reisende schlugen und traten dort auf einen 34-jährigen Bahnmitarbeiter ein. Dieser wurde dabei erheblich verletzt.

Die drei Männer überquerte gegen 19.25 Uhr die Bahngleise. Der Bahnmitarbeiter wies die Männer auf ihr lebensgefährliches Verhalten hin. Daraufhin schlugen sie den Bahnmitarbeiter mit Faustschlägen nieder und traten den 34-Jährigen mit den Füßen.

Der Geschädigte erlitt erhebliche Verletzungen am Arm und musste in eine Klinik eingeliefert werden. Die Polizei bittet unter der Telefonnummer 0821-343-560 um Zeugenhinweise.

Auch auf dem Bahnhof in Röthenbach an der Pegnitz flogen die Fäuste. Nach einem Streit am Vortag hatte ein Jugendlicher (14) am Sonntag gegen 17.45 Uhr seinen Kontrahenten (15) an der S-bahn abgepasst und niedergeschlagen.

"Während sich die Türen öffneten, schlug der Jüngere dem Älteren kräftig mit der Hand ins Gesicht. Anschließend griff der jugendliche Schläger seinem Opfer in die Haare und stieß dessen Kopf mit großer Wucht gegen einen Laternenpfahl. Durch die Wucht des Angriffes wurde das Opfer zu Boden geschleudert. Dort blieb er, von einer größeren Gruppe von Freunden des Täters umringt, mehrere Minuten liegen", heißt es in der Pressemeldung der Polizei.

Anschließend stieg der Angreifer mit seinen Freunden in den Zug und fuhr davon. Ihn erwartet nun ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung.

Titelfoto: 123RF/Felix Renaud

Mehr zum Thema Polizeimeldungen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0