Stich ins Herz der alten Liebe: "KO-stic" und Jovic schießen Eintracht auf Platz 4

Frankfurt - Die kurze Pause ist vorbei - der Saison-Endspurt steht an! Nach der Länderspielpause und zum Abschluss des 27. Bundesliga-Spieltages hat Eintracht Frankfurt das Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten VfB Stuttgart mit 3:0 (1:0) für sich entschieden.

Andreas Beck (Li.) und Frankfurts Luka Jovic im Kampf um den Ball.
Andreas Beck (Li.) und Frankfurts Luka Jovic im Kampf um den Ball.  © DPA

Feinstes Frühlingswetter frischte die Fußball-Fanatiker freudig - und so fanden sich 51.500 Zuschauer am Sonntagabend in der ausverkauften Commerzbank Arena ein, um einer möglichen Fortsetzung der SGE-Serie ohne Niederlage beizuwohnen. Filip Kostic brachte mit seinen beiden Treffern die Vorentscheidung zu Gunsten der Eintracht (45.+1 und 64.). Luka Jovic legte zum 3:0-Endstand nach (84.).

Im Gegensatz zum knappen 1:0-Erfolg über den 1. FC Nürnberg vor der Unterbrechung durch die Partien der Nationalteams tauschte Chef-Coach Adi Hütter in der Startformation folgendermaßen aus:

Evan N'dicka rückte für Almamy Touré in die Mannschaft, während die Frankfurter "Büffelherde" neben Jovic durch Sebastién Haller und Ante Rebic komplettiert wurde. Der Franzose ersetzte Goncalo Paciencia, während Mijat Gacinovic Platz für den kroatischen Vize-Weltmeister machte.

Die Adlerträger legten umgehend los wie die Feuerwehr. Eine Balleroberung kurz vor dem Strafraum wurde blitzschnell auf Jovic durchgesteckt. Doch nachdem dieser einen Verteidiger umkurvt hatte, fand sein Abschluss nicht den Weg in die Maschen (3.).

Auf der Gegenseite hatten Keeper Kevin Trapp und Co. kurz darauf Aluminium-Glück. Ein Kopfball von Marc Oliver Kempf krachte nur gegen das Gebälk (6.) - ein munterer Auftakt der Partie. Trotz leichtem Übergewicht auf Seiten der Schwaben verflachte das Spiel im weiteren Verlauf, auf Torchancen wartete man trotz viel Engagement auf beiden Seiten vergeblich.

Das war knapp! VfB-Keeper Ron-Robert Zieler (am Boden) ist einen Tick schneller als Eintracht-Flügelflitzer Filip Kostic am Ball.
Das war knapp! VfB-Keeper Ron-Robert Zieler (am Boden) ist einen Tick schneller als Eintracht-Flügelflitzer Filip Kostic am Ball.  © DPA

Zumindest bis zur 26. Spielminute, in der die Hausherren gleich mit einer Doppel-Chance aufwarteten: Erst tauchte Jovic vor VfB-Keeper Ron-Robert Zieler auf, der glänzend parierte und dann auch bei Sebastian Rodes Nachschuss die Oberhand behielt.

Während die Gastgeber erneut mit ihrer Chancenverwertung hadern mussten, traf es die Stuttgarter personell bitter. Nach einem Zweikampf lag Kapitän Christian Gentner plötzlich am Boden. Schließlich ging es für ihn nicht mehr weiter, Daniel Didavi nahm seinen Platz ein (34.).

"'Hinti' du Teufelskerl!", dürften sich die Eintracht-Fans gedacht haben, als Martin Hinteregger einen Schuss von Nicolas Gonzalez in allerhöchster Not per Grätsche abblockte (36.).

Im Anschluss ließen die Mannen vom Stadtwald erneut eine vielversprechende Gelegenheit zur Führung aus. Ein Zuspiel von Haller auf Jovic brachte der Serbe nach feinem Dribbling nicht im Tor unter (40.).

Und praktisch mit dem Pausenpfiff klappte es mit der Verwertung der eigenen Chancen doch noch: Niemand geringeres als Ex-Stuttgarter Kostic tat seinem ehemaligen Verein so richtig weh, als er einen krachenden Linksschuss unter die Latte setzte (45.+1) - das 1:0 für die Eintracht, dem kurz darauf der Pfiff von Schiedsrichter Dr. Felix Brych folgte.

Held des Abends: Filip Kostic (Mi.) schenkte seinem Ex-Verein gleich zwei Tore ein.
Held des Abends: Filip Kostic (Mi.) schenkte seinem Ex-Verein gleich zwei Tore ein.  © DPA

Mit Beginn des zweiten Durchgangs drehten dann auch die Stuttgarter Fans richtig auf und zückten ihre Banner. Auf dem Platz ging es ebenso munter hin und her.

Je eine Möglichkeit nach Kontern vergaben auf Frankfurter Seite Kostic (51.), während Stuttgarts Alexander Esswein kläglich an Trapp scheiterte (53.). So richtig Lust aufs Toreschießen schien Kostic dennoch zu haben. Einen schnörkellosen Angriff nach Stuttgarter Freistoß netzte der Flügelflitzer nach feinem Zuspiel von Rebic souverän ein - 2:0 (64.).

Von hier an hatte die Eintracht das Geschehen auf dem Feld vollends unter Kontrolle und drängte auf das vorentscheidende dritte Tor. Nicht mehr dabei mitwirken durfte Haller, der von Jonathan de Guzmán ersetzt wurde (75.).

Den finalen Nackenschlag für den VfB lieferte schließlich Jovic, der eine flache Hereingabe von Danny da Costa aus sieben Metern Distanz im Tor unterbrachte - 3:0 (84.). Emotionaler Schlusspunkt der Partie - stehende Ovationen (von Seiten der Frankfurt-Fans) und gellende Pfiffe (auf Stuttgarter Seite) für den Mann des Spiels "KO-stic" (89.).

Weiterhin straffes Programm für die SGE: Am Samstag (6. April/15.30 Uhr) sind Hütters Mannen beim FC Schalke 04 zu Gast, ehe am Donnerstag (11. April/21 Uhr) das Europa League-Viertelfinal-Hinspiel gegen Benfica Lissabon ansteht. Das nächste Heimspiel steigt gegen den FC Augsburg (14. April/18 Uhr).

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