Verrückte Bundesliga! So eine krasse Konstellation gab es lange nicht mehr

Deutschland - Spannung pur! In der 1. Bundesliga ist die Ausgangslage verrückt wie lange nicht mehr: Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach liegt nach 7. Spieltagen gerade mal vier Punkte vor dem Achten Borussia Dortmund.

Wölfe-Sturmbulle Wout Weghorst hat in dieser Saison wettbewerbsübergreifend bereits fünf Mal getroffen und drei Tore in zehn Partien direkt vorbereitet.
Wölfe-Sturmbulle Wout Weghorst hat in dieser Saison wettbewerbsübergreifend bereits fünf Mal getroffen und drei Tore in zehn Partien direkt vorbereitet.  © dpa/Swen Pförtner

Dank eines überzeugenden 5:1-Kantersiegs gegen einen überforderten FC Augsburg sprangen die Fohlen an die Tabellenspitze.

Es ist erstaunlich, welch unterschiedliche Gesichter Gladbach in dieser Saison zeigt. In der Europa League gab es einen ganz schwachen Auftritt (0:4 gegen den Wolfsberger AC) und erst am Donnerstag eine erneut dürftige Darbietung (1:1 bei Istanbul Basaksehir).

Doch in der Bundesliga hat die Mannschaft von Neu-Trainer Marco Rose einen Lauf und konnte den vierten Dreier in Folge bejubeln.

Dicht gefolgt vom zweiten großen Gewinner des Spieltags: Dem VfL Wolfsburg! Die Wölfe bezwangen den 1. FC Union Berlin verdient mit 1:0 und rückten von Platz sieben auf Rang zwei vor!

Mit nur vier Gegentoren stellt der VfL die beste Defensive der Liga, dazu hat man mit Wout Weghorst einen brandgefährlichen Torjäger in den eigenen Reihen, der ein Spiel mit einer Aktion entscheiden kann.

Obwohl Gladbach und Wolfsburg durchaus im oberen Drittel erwartet wurden: An der Spitze haben die beiden Vereine wohl nur kühnste Optimisten vermutet.

Sargis Adamyan schockt den FC Bayern München, auch Borussia Dortmund lässt Federn

Sargis Adamyan (l.) sorgte mit seinem Doppelpack für die TSG 1899 Hoffenheim mit dafür, dass der FC Bayern München die Tabellenführung einbüßte und Borussia Mönchengladbach erstmals an der Spitze steht.
Sargis Adamyan (l.) sorgte mit seinem Doppelpack für die TSG 1899 Hoffenheim mit dafür, dass der FC Bayern München die Tabellenführung einbüßte und Borussia Mönchengladbach erstmals an der Spitze steht.  © dpa/Tobias Hase

Dabei profitierten sie vom überraschenden Patzer des FC Bayern München, der im heimischen Stadion fast schon sensationell mit 1:2 gegen die TSG 1899 Hoffenheim verlor. Für den Doppeltorschützen Sargis Adamyan der größte Tag in seiner Karriere.

Ausgebildet wurde er beim FC Hansa Rostock, wo er sich aber nicht dauerhaft durchsetzen konnte. Also ging er einen Umweg: Mit starken Leistungen bei den Regionalligisten TSG Neustrelitz und TSV Steinbach schaffte er den Sprung in den Profifußball und kam beim SSV Jahn Regensburg unter.

Dort war der armenische Nationalspieler so gut, dass Hoffenheim ihn im Sommer für 1,50 Millionen Euro Ablöse holte und sich das schon für alle Seiten ausgezahlt hat.

Doch nicht nur die Münchner ließen Federn. Auch Borussia Dortmund holte erneut keinen Dreier. Zum vierten Mal in den letzten fünf Partien kam der BVB nicht über ein Unentschieden (2:2) hinaus.

Diesmal hatten die Schwarz-Gelben mit dem SC Freiburg allerdings auch einen mutig aufspielenden Gegner, der sich völlig zurecht im vorderen Tabellendrittel festgesetzt hat und Dortmund mächtig Probleme bereitete.

So hinkt die Mannschaft von Trainer Lucien Favre weiter ihren eigenen Ansprüchen hinterher und steht lediglich auf einem ernüchternden achten Platz.

Vom FC Bayern München bis Bayer 04 Leverkusen: Fünf Teams punktgleich!

Timo Werner (RB Leipzig) und Jonathan Tah (Bayer 04 Leverkusen) trennten sich im direkten Duell 1:1. Das Ergebnis half beiden Vereinen nicht wirklich weiter.
Timo Werner (RB Leipzig) und Jonathan Tah (Bayer 04 Leverkusen) trennten sich im direkten Duell 1:1. Das Ergebnis half beiden Vereinen nicht wirklich weiter.  © Federico Gambarini/dpa

Auch das 1:1-Unentschieden zwischen Bayer 04 Leverkusen und RasenBallsport Leipzig spielte Gladbach und Wolfsburg in die Karten.

Als wäre das noch nicht genug, verpasste der FC Schalke 04 durch ein 1:1 gegen den 1. FC Köln den Sprung an die Spitze.

Es ist nach diesem Spieltag schlichtweg verrückt, wie eng es an der Spitze zugeht! Nach Gladbach (16 Punkte) und Wolfsburg (15) haben gleich fünf Vereine vierzehn Zähler aus sieben Spielen gesammelt.

Danach folgen mit Dortmund (12), Eintracht Frankfurt (11) und Hertha BSC (10) weitere Klubs in Schlagdistanz.

Das offenbart: Eine Übermannschaft hat sich in dieser frühen Saisonphase noch nicht herauskristallisiert. Vielen Teams fehlt aktuell noch die Konstanz, gerade Bayern ist hier mit zwei Remis und einer Niederlage zu nennen.

So ist Wolfsburg die einzige noch ungeschlagene Truppe in dieser Bundesliga-Saison (vier Siege, drei Unentschieden). Diese Konstellation verspricht mindestens für die kommenden Wochen viel Spannung.

TAG24-Mitarbeiter Stefan Bröhl schreibt in seiner Bundesliga-Kolumne über die verrückte Konstellation in der 1. Bundesliga. Borussia Mönchengladbach liegt als Spitzenreiter gerade mal vier Punkte vor dem Achten Borussia Dortmund.
TAG24-Mitarbeiter Stefan Bröhl schreibt in seiner Bundesliga-Kolumne über die verrückte Konstellation in der 1. Bundesliga. Borussia Mönchengladbach liegt als Spitzenreiter gerade mal vier Punkte vor dem Achten Borussia Dortmund.  © Marius Becker/Patrick Seeger/dpa

Titelfoto: Marius Becker/Patrick Seeger/dpa

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